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Konsumklima: Benzinpreise machen schlechte Laune


Benzinpreise verderben die Lust am Shoppen

27.04.2012, 09:30 Uhr | dpa, dpa-AFX, t-online.de

Konsumklima: Benzinpreise machen schlechte Laune. Benzin steht auf Rekordniveau und sorgt für Inflationsängsten (Quelle: dapd)

Benzin steht auf Rekordniveau und sorgt für Inflationsängsten (Quelle: dapd)

Die weiter hohen Energiepreise belasten zunehmend die Stimmung in Deutschland. Das Konsumklima des Marktforschungsunternehmens GfK fiel das zweite Mal in Folge. Hohe Kosten an Tankstellen und weiter steigende Strompreise verschlechterten die Einkommenserwartungen der Bürger. Gerade Pendler hätten am Monatsende weniger Geld übrig, erklärten die Forscher. Zugleich steige die Angst vor galoppierender Inflation. Der Konsum bleibe allerdings stabil.

Steigende Inflationsängste

Die hohen Benzinpreise vermiesen den Bürgern damit immer mehr die Stimmung. "Die Benzinpreise lasten nicht nur auf der Kaufkraft der Verbraucher - sie führen auch dazu, dass die Angst vor Inflation zunimmt", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Gerade die deutschen Verbraucher reagieren sehr sensibel auf die Preise für Benzin und Diesel." Einen wichtigen Grund hierfür sieht der GfK-Experte in der großen Aufmerksamkeit, den die Kraftstoffpreise auf sich ziehen. "Es handelt sich um einen sehr öffentlichen Preis, den die Konsumenten beim passieren einer Tankstelle regelmäßig wahrnehmen." Mit Ausnahme der hohen Öl- und Spritpreise sei es an der Preisfront jedoch recht ruhig.

Dennoch sieht die GfK ein gewisses Risiko für den privaten Konsum: "Sollten sich Benzin und Diesel weiter verteuern, könnte dies die Verbraucherstimmung und damit die Binnennachfrage belasten. Eine akute Gefahr besteht allerdings nicht." Auch ihre Prognose für das Konsumwachstum in diesem Jahr hält die GfK aufrecht. Die Marktforscher gehen von einem Wachstum des Verbrauchs um ein Prozent aus.

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Bürger kaufen wenig ein

Üblicherweise sind Konsumenten umso eher zu größeren Anschaffungen bereit, je sicherer ihr Job ist. Im April jedoch überschatteten die steigenden Inflationsängste die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und führten zu einem kräftigen Rückgang der Anschaffungsneigung. "Ein weiterer Grund für die schwächere Konsumneigung dürfte darin liegen, dass aufgrund der augenblicklichen Beruhigung auf den Finanzmärkten im April die Sparneigung der Verbraucher angestiegen ist", erklärte die GfK. In den vergangenen Monaten hatte vielen Verbraucher den Banken misstraut und ihr Geld lieber ausgegeben statt angelegt.

Der Konsumklimaindex für Mai ging deshalb nach revidiert 5,8 Punkten im April auf 5,6 Punkte zurück. Dennoch werde sich der private Konsum in den nächsten Monaten stabil entwickeln und auf Jahressicht um ein Prozent zulegen. Allerdings müsse hierzu der Arbeitsmarkt robust bleiben und die Schuldenkrise nicht wieder aufflammen.

Vertrauen in die Wirtschaftskraft

Derzeit sind die Bürger laut GfK zunehmend davon überzeugt, dass in Deutschland eine Rezession verhindert werden könne. Auch sei nach der Verabschiedung des zweiten Rettungspaketes für Griechenland wieder etwas Ruhe an den Finanzmärkten eingekehrt - die Konjunkturerwartungen der rund 2000 Befragten nahmen zu. Allerdings fand die Studie vor den wieder schlechteren Nachrichten aus mehreren Euro-Ländern statt. So verschärft sich die Lage in Spanien zunehmend. Die Ratingagentur Standard & Poors hatte die Kreditwürdigkeit der Iberer deutlich abgestuft.

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