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IG Metall startet erste Warnstreiks


IG Metall startet erste Warnstreiks

29.04.2012, 10:50 Uhr | dapd

IG Metall startet erste Warnstreiks . Die IG-Metall hat zur Arbeitsniederlegung aufgerufen (Quelle: dapd)

Die IG-Metall hat zur Arbeitsniederlegung aufgerufen (Quelle: dapd)

Erste Warnzeichen: Im Arbeitskampf in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber verstärkt. Mit dem Ende der tariflichen Friedenspflicht in der Nacht zu Sonntag legten ab 00.00 Uhr die Nachtschichten in mehreren Unternehmen die Arbeit nieder.

Warnstreiks und Kundgebungen

Zu Warnstreiks kam es nach Gewerkschaftsangaben unter anderem bei Osram in Berlin, Continental in Gifhorn, Bosch in Salzgitter, KSM Castings in Hildesheim und Haendler & Natermann in Hann. Münden. Beim Lampenhersteller Osram in Berlin-Spandau legten nach Angaben des Zweiten Bevollmächtigten der IG Metall, Klaus Abel, rund 200 Beschäftigte die Arbeit für etwa zwei Stunden nieder. Ab Mittwoch will die Gewerkschaft die Warnstreiks in Berlin ausweiten.

Auf dem Gelände anderer Unternehmen, wie MAN Diesel in Augsburg und Deckel Maho im Pfronten im Allgäu, kam es in der Nacht zu Kundgebungen von Belegschaften aus den Regionen. Hier seien am Montag und am Mittwoch weitere Aktionen geplant, hieß es.

Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn

Auch im Gewerkschaftsbezirk Mitte, der die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Thüringen umfasst, startete die IG Metall eine erste Aktionen beim ThyssenKrupp-Werk Rasselstein in Andernach. Nach Angaben des IG-Metall-Bevollmächtigten Markus Eulenbach legten hier rund 500 Beschäftigte die Arbeit für rund eine Stunde nieder.

Die IG Metall verlangt für die bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten ein Plus von drei Prozent über eine Laufzeit von 14 Monaten angeboten. Sie kritisierten die Warnstreiks.

Porsche erwartet harten Arbeitskampf

Der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück droht derweil den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie mit einem erbitterten Tarifkonflikt über die Zeitarbeit und die Übernahme von Auszubildenden. "Ich glaube, wir werden einen der härtesten Arbeitskämpfe bekommen, den wir je hatten", sagte der Arbeitnehmervertreter dem "Spiegel". Geld sei im laufenden Tarifstreit kein leichtes Thema, aber nicht der Knackpunkt. "Es geht vielmehr um prekäre Arbeitsverhältnisse und um die Jugend."

Zwei von fünf Beschäftigten unter 25 Jahren hätten nach der Lehre befristete Verträge, sagte Hück dem Nachrichtenmagazin. "Die jungen Menschen fühlen sich verraten und verloren."

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