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Schweizer Franken: Schwächung kostet die Schweiz Milliarden


Devisen  

Franken-Schwächung kostet die Schweiz Milliarden

22.05.2012, 14:26 Uhr | t-online.de - sky, mit dpa, sky , dpa , t-online.de

Schweizer Franken: Schwächung kostet die Schweiz Milliarden. Der starke Franken bereitet der Schweiz Probleme (Quelle: Reuters)

Der starke Franken bereitet der Schweiz Probleme (Quelle: Reuters)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) leidet unter dem starken Franken - und verbucht deswegen ein Milliarden-Minus. Die Verluste bei den Fremdwährungspositionen der SNB beliefen sich im ersten Quartal dieses Jahres auf 2,6 Milliarden Franken, also rund 2,2 Milliarden Euro, wie die Zentralbank in Zürich mitteilte.

Starker Franken kostet mehr als sechs Milliarden

Das Minus von 2,6 Milliarden ergibt sich so: Alleine die Wechselkursverluste kosteten die Schweiz im ersten Quartal 2012 insgesamt 6,4 Milliarden Franken. Dagegen nahmen die Währungshüter über Zinsen 1,3 Milliarden Franken ein; ferner verbuchten sie Gewinne bei Beteiligungen von 2,2 Milliarden Franken. Dazu gesellten sich weitere kleine Devisen-Gewinne.

Kleiner Gewinn durch Gold

Beim Goldbestand ergab sich dagegen ein Bewertungsgewinn von 0,8 Milliarden Franken. Die Menge an Gold habe sich nicht verändert.

Gesamt-Verlust von 1,7 Milliarden Franken

Einen positiven Beitrag zum SNB-Ergebnis leistete auch der Stabilisierungsfonds. Darin waren während der Finanzkrise zur Rettung der Großbank UBS deren "toxische" Wertpapiere ausgelagert wurden. Inzwischen lieferte der Fonds einen Quartalsgewinn von 153 Millionen Dollar, wovon 111 Millionen Franken an die SNB gingen.

Insgesamt verbuchte die Zentralbank somit für die ersten drei Monaten 2012 über alle Geschäfte einen Konzernverlust in Höhe von 1,7 Milliarden Franken oder 1,4 Milliarden Euro.

Die Zentralbank verkauft Franken

Die SNB verkauft seit Monaten große Mengen an Franken und kauft Euro und andere Fremdwährungen auf. So will die Notenbank ein weiteres Ansteigen der Schweizer Währung verhindern. Gegenüber dem Euro verteidigt sie seit September 2011 einen Mindestkurs von 1,20 Franken. Damit soll die heimische Exportwirtschaft vor einer weiteren Verteuerung ihrer Waren im Ausland geschützt werden.

Zugleich geht es der Schweiz darum, eine Verlagerung von Arbeitsplätzen in das Euro-Umland zu verhindern. Vor der erklärten Untergrenze des Euro-Wechselkurses war der Kurs des Franken als "sicherer Hafen" in der Schuldenkrise infolge zunehmender Sorgen auf den Finanzmärkten um schwächelnde Euroländer immer mehr gestiegen.

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