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Praktiker schließt die ersten Märkte und der Druck steigt


Praktiker schließt die ersten Märkte und der Druck steigt

02.05.2012, 17:55 Uhr | dapd , dpa-AFX , t-online.de

Praktiker schließt die ersten Märkte und der Druck steigt. Die angeschlagene Baumarktkette sucht einen passenden Weg (Quelle: dpa)

Die angeschlagene Baumarktkette sucht einen passenden Weg (Quelle: dpa)

Die kriselnde Baumarktkette Praktiker beginnt mit der Schließung der ersten Märkte. Die Filiale in Krefeld wurde demnach bereits Ende März dichtgemacht. In der zweiten Jahreshälfte sollen mindestens sechs weitere Praktiker-Filialen sowie zwei Geschäfte der Tochter extra BAU+HOBBY folgen, sagte ein Unternehmenssprecher. Wie viele weitere Märkte in Deutschland und im Ausland insgesamt geschlossen werden, hänge vom Ausgang der Verhandlungen mit Vermietern und Investoren ab.

Insgesamt gelten 30 der derzeit 234 Praktiker-Märkte in Deutschland als unrentabel. Das laufende Sanierungsprogramm sieht neben der Umgestaltung der Märkte auch einen Umzug der Konzernzentrale von Kirkel nach Hamburg bis September vor. Insgesamt sollen etwa 1400 der rund 10.800 Arbeitsplätze im Inland abgebaut werden.

Hoher Verlust und weniger Umsatz

Praktiker ist wegen einer verfehlten Rabattstrategie im Inland und der schlechten Konjunktur auf vielen Auslandsmärkten seit Jahren in Turbulenzen. 2011 hatte das Unternehmen einen Verlust von rund 555 Millionen Euro verbucht, der Umsatz war gegenüber 2010 um 7,7 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro gesunken.

Die Praktiker-Hauptaktionäre forderten derweil den Firmenvorstand mit einem eigenen Sanierungskonzept heraus. Die Baumärkte der Hamburger Tochter Max Bahr sollen nach dem Willen der Investoren eine größere Rolle spielen, wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" berichtete. "Wir wollen ein stärkeres Gewicht legen auf die Marke, die noch läuft", sagte Isabella de Krassny von der österreichischen Privatbank Semper Constantia der Zeitung. Die Investoren um die Wiener Bank halten einen Anteil von etwa 15 Prozent an Praktiker.

Max Bahr soll mehr Raum bekommen

Die Hauptaktionäre wollen den Umsatzanteil der qualitativ höher positionierten Max-Bahr-Märkte in den kommenden drei Jahren von derzeit 33 Prozent auf mehr als 55 Prozent steigern. Dazu sollen dem Bericht zufolge klassische Discount-Baumärkte von Praktiker auf das Konzept von Max Bahr umgestellt werden. Der Vorstand lehnt das Konzept jedoch ab.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Praktiker sei insolvent. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.

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