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Bundesbank rudert zurück - Doch keine höhere Inflation


Bundesbank duldet doch keine höhere Inflation

11.05.2012, 13:46 Uhr | dapd

Bundesbank rudert zurück - Doch keine höhere Inflation. Für Jens Weidmann hat die Inflationsbekämpfung weiterhin Priorität (Quelle: dpa)

Für Jens Weidmann hat die Inflationsbekämpfung weiterhin Priorität (Quelle: dpa)

Die Bundesbank rudert zurück. Erst hatte es geheißen, die Bundesbank dulde eine höhere Inflation, um damit eine Gesundung der Eurozone voranzutreiben. Nun dementierte Bundesbank-Chef Jens Weidmann die Gerüchte.

"Bürger können sich auf die Wachsamkeit der Bundesbank verlassen"

Damit dämpfte Weidmann die Angst vor einer wachsenden Inflation: "Halten wir uns an unsere Prinzipien, dann besteht auch keine Gefahr, dass die Inflation aus dem Ruder läuft", sagte Weidmann der "Bild"-Zeitung. Gleichzeitig wies er Spekulationen zurück, die Bundesbank werde in Zukunft eine höhere Teuerungsrate akzeptieren. Das sei eine "absurde Diskussion", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Die Haltung der Bundesbank habe sich nicht verändert. "Die Bürger können sich auf die Wachsamkeit der Bundesbank verlassen", erklärte Weidmann.

Preise könnten noch weiter steigen

Er erwartet in Deutschland allenfalls leicht höhere Preise. "Als Teil des Eurosystems ist es unser Mandat, die durchschnittliche Inflationsrate im Euroraum bei knapp zwei Prozent zu halten. Das kann im Einzelfall aber auch bedeuten, dass die Inflation in Deutschland zeitweise über dem Durchschnitt und gleichzeitig in anderen Euroländern unter dem Durchschnitt liegt", sagte Weidmann der "SZ".

Chefvolkswirt bringt Stein ins Rollen

Der Chefvolkswirt der Bundesbank, Jens Ulbrich, hatte prognostiziert, die Inflation in Deutschland werde künftig über dem Durchschnitt der Währungsunion liegen. Damit hatte er eine Debatte über einen möglichen Kurswechsel bei der Notenbank losgetreten. Die Inflationsrate hierzulande liegt seit Februar 2011 konstant über zwei Prozent. Im April erreichte sie 2,1 Prozent.

Geldpolitische Lockerungen abgelehnt

In einem Interview sprach sich Weidmann außerdem gegen eine weitere geldpolitische Lockerung aus: "Damit wird dieses Ziel (Anm. der Redaktion: der Geldwertstabilität) auch weiterhin erreichen können, dürfen wir dem Druck der Politik und der Märkte, mit immer mehr Geld die Probleme des Euro-Raums zu lösen, nicht nachgeben." Auch die Gefahr, eine rasant steigende Geldmenge würde erhebliche Inflationsrisiken mit sich bringen, sieht Weidmann nicht, da nach seiner Auffassung die wirtschaftliche Entwicklung zu schwach ist.

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