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Metro erwägt Teilverkauf von Real


Metro erwägt Teilverkauf von Real

16.05.2012, 12:25 Uhr | dpa-AFX

Metro erwägt Teilverkauf von Real. Real und Metro gehen in Osteuropa getrennte Wege bald (Quelle: dpa)

Real und Metro gehen in Osteuropa getrennte Wege bald (Quelle: dpa)

Der DAX-Konzern Metro will offenbar einen Teil seiner Tochtergesellschaft Real verkaufen. Wie das "Manager Magazin" erfuhr, steht Metro über das Osteuropageschäft von Real in Verhandlungen mit dem französischen Handelskonzern Auchan.

Auslandsgeschäft macht 2,9 Milliarden Euro Umsatz

Real ist laut "Manager Magazin" in Polen, Rumänien, Russland, der Ukraine und der Türkei mit 110 Märkten aktiv, die umgerechnet 2,9 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Im vergangenen Jahr habe Metro bereits mit dem französischen Handelskonzern Carrefour über Real Osteuropa verhandelt. Als schwierig gilt aber ein Einzelverkauf von Real Deutschland. Hierzulande ist der Lebensmittelhandel besonders hart umgekämpft, auch durch die Konkurrenz von Discountern wie Aldi.

Real wieder ein Geschäft mit Potenzial

Nach Darstellung der Metro AG ist noch keine Entscheidung zur Zukunft von Real gefallen. Bereits vor längerer Zeit hatte der Vorstand erklärt, dass es verschiedene Optionen für Real gebe. "Wir stehen nach wie vor allen theoretischen Szenarien offen gegenüber, von Verkauf über Teilverkauf bis hin zum vollständigen, langfristigen Verbleib im Konzern", erklärte ein Metro-Sprecher auf Anfrage. Real sei wieder ein Geschäft mit Potenzial, das mittelfristig die angepeilte Rendite von zwei bis drei Prozent erzielen könne. "Deshalb ist unsere Priorität bei Real, das Geschäft weiter zu entwickeln und das vorhandene Entwicklungspotenzial zu heben", erläuterte der Sprecher. Auchan wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

Rund 60.000 Mitarbeiter im In- und Ausland

Real verzeichnete 2011 einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Fast drei Viertel des Umsatzes von Real entfällt auf Deutschland, nur ein gutes Viertel auf Osteuropa. Der operative Gewinn von Real sank 2011 um 11 Millionen auf 94 Millionen Euro. Der Lebensmittelhändler hat 426 Filialen (Stand Ende 2011) in sechs Ländern, darunter 316 in Deutschland. Real beschäftigte Ende 2011 in Deutschland 38.800 Mitarbeiter, im Ausland waren es 23.700.

Nur untergeordnete Rolle im Metro-Großkonzern

Die Schwergewichte im Düsseldorfer Handelskonzern sind die Metro- Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende sowie die Elektronikketten Media Markt und Saturn. Den Verkauf der Warenhauskette Kaufhof legte der neue Vorstandschef Olaf Koch im Januar vorerst auf Eis. Dieses Projekt hatte sein Vorgänger Eckhard Cordes mit Nachdruck verfolgt.

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