Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Europa offenbar kurz vor der Rezession


Europas Industrie auf Talfahrt

01.06.2012, 13:58 Uhr | dpa-AFX

Europa offenbar kurz vor der Rezession. Die Weltkonjunktur trübt sich ein (Quelle: Reuters)

Die Weltkonjunktur trübt sich ein (Quelle: Reuters)

Europa steht offenbar kurz vor der Rezession. Die stark beachteten Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Industrie fielen sowohl im Euroraum als auch in Großbritannien auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Historischer Tiefstand nicht mehr weit entfernt

Von ihren historischen Tiefstständen Anfang 2009, als Europa und die Weltwirtschaft von einer schweren Rezession heimgesucht wurden, sind die Indizes nicht mehr allzu weit entfernt. Unterdessen durchläuft auch die Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China eine spürbare Konjunkturdelle. In der US-Volkswirtschaft, wo der Industrie-PMI am Freitagnachmittag veröffentlicht wird, hält sich die Kennzahl hingegen bislang recht gut.

Besonders stark brach der Einkaufsmanagerindex für die Industrie Großbritanniens ein. Er fiel im Mai um 4,3 Punkte auf 45,9 Zähler. Es war der stärkste Rückgang seit Oktober 2008 - also kurz nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers. Die davon ausgehende Schockwelle erfasste nur wenig später die Realwirtschaft und sorgte für einen beispiellosen Einbruch der Industrieproduktion. Die Royal Bank of Scotland (RBS) kommentierte, der britische PMI sei jüngst "kollabiert".

Auch Deutschland unter kritischer Wachstumsmarke

Der Einbruch bringt die britische Kennzahl nunmehr auf das Niveau der europäischen Indikatoren. Hier sank der Industrie-PMI im Mai um 0,8 Punkte auf 45,1 Zähler. Damit liegt der Euroraum-PMI wie der Indikator für die Industrie Großbritanniens auf dem tiefsten Stand seit drei Jahren. Im Euroraum liegen die Indikatoren zwar in Krisenländern wie Spanien besonders niedrig. Aber auch in der größten Euro-Wirtschaft Deutschland notiert der Einkaufsmanagerindex klar unter der wichtigen Expansionsschwelle von 50 Punkten. Diese Grenze trennt Wachstum von Kontraktion.

Unterdessen geben die Einkaufsmanagerindizes auch in China weiter nach. Der besonders stark beachtete Indikator der China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) signalisiert mit aktuell 50,4 Punkten zwar noch ein leichtes Wachstum der Industrie. Er sank im Mai aber ungewöhnlich kräftig um 2,9 Zähler. Das ist der stärkste Rückgang seit Anfang 2010. Der entsprechende Indikator der Großbank HSBC liegt unterdessen mit 48,4 Punkten schon seit sieben Monaten unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

US-Industrie läuft rund

In der USA hingegen hat sich der Industrie-PMI bislang recht stabil über 50 Punkten gehalten. Zuletzt lag er im April bei 54,8 Punkten, also deutlich über den europäischen Niveaus und auch höher als in China. Die Veröffentlichung der US-Kennzahl im Mai steht aber noch aus.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal