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E.ON trennt sich von einem Großteil seiner Beteiligungen


E.ON trennt sich von einem Großteil seiner Beteiligungen

04.06.2012, 20:17 Uhr | dapd, AFP, t-online.de

E.ON trennt sich von einem Großteil seiner Beteiligungen. E.ON will kleiner werden (Quelle: dpa)

E.ON will kleiner werden (Quelle: dpa)

Ein ungewöhnlicher Vorgang, der sich gerade bei E.ON abspielt. Deutschlands größter Energieversorger will sich von Millionen Kunden in Deutschland trennen. Der Energiekonzern kündigte an, er wolle rund ein Viertel seines Regionalversorgungsgeschäfts in Deutschland abgeben. Auf der Verkaufsliste stehen demnach die Regionalversorger E.ON Mitte, E.ON Thüringer Energie und E.ON Westfalen Weser.

Bislang betreibt E.ON die Tochterunternehmen zusammen mit Kommunen und Landkreisen der jeweiligen Region - hält aber stets die Mehrheit. Der Konzern werde Gespräche mit den jeweiligen kommunalen Partnern über eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse aufnehmen, kündigte das Unternehmen an. Bei E.ON Westfalen Weser haben die Verhandlungen über eine vollständige Rekommunalisierung bereits begonnen.

"Schlagkräftiger Verbund"

Die vier Regionalgesellschaften, an denen E.ON weiter mehrheitlich beteiligt sein will, stehen für rund drei Viertel des Regionalversorgungsgeschäfts. Sie bilden nach Angaben des Unternehmens einen "schlagkräftigen Verbund", der einen beschleunigten Ausbau der Netze und eine dezentrale Energieversorgung "aktiv gestalten" könne. Da das kostet, wünscht sich E.ON aber auch hier einen "engeren Schulterschluss" mit den kommunalen Partnern.

Hohes Interesse der Kommunen

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte den Zeitungen der WAZ-Gruppe, die Kommunen hätten ein hohes Interesse, als Akteure der Energiewende dabei zu sein. Netze zu übernehmen, sei eine Chance, um sich stärker am Markt zu etablieren. Das schaffe auch Arbeitsplätze in der Region. Das Risiko sei auch angesichts niedriger Kreditzinsen überschaubar.

Die Verkaufspläne von E.ON betreffen mehr als drei Millionen Verbraucher zwischen Thüringen und Hessen. Allein E.ON Mitte versorgt in Hessen und angrenzenden Regionen rund 1,5 Millionen Kunden, E.ON Westfalen Weser beliefert 1,2 Millionen Verbraucher. E.ON Thüringer Energie kommt auf rund 600.000 Kunden in Thüringen und Sachsen.

E.ON leidet unter Atomausstieg

E.ON hatte zuletzt massiv unter dem Atomausstieg in Deutschland gelitten. Im vergangenen Jahr musste der Konzern mit einem Fehlbetrag von 2,2 Milliarden Euro erstmals in der Firmengeschichte einen Verlust ausweisen. Um den Schuldenberg des Konzerns abzubauen und Spielraum für Expansion in Wachstumsfelder zu gewinnen, will sich der Konzern bis Ende 2013 von Konzernteilen im Wert von rund 15 Milliarden Euro trennen - mehr als zwölf Milliarden Euro sind nach Unternehmensangaben schon erreicht.

Durch die Energiewende unter Druck

Das Unternehmen will weltweit bis zu 11.000 Stellen streichen, davon 6000 in Deutschland. Erst Mitte Mai hatte E.ON sein Ferngasnetz für 3,2 Milliarden Euro an die australische Bank Macquarie verkauft.

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