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Verhandlungen zu IhrPlatz gescheitert


Verhandlungen zu IhrPlatz gescheitert

09.06.2012, 10:16 Uhr | dpa, dpa-AFX, t-online.de

Verhandlungen zu IhrPlatz gescheitert. Die Zukunft von IhrPlatz ist wieder völlig offen (Quelle: imago images)

Die Zukunft von IhrPlatz ist wieder völlig offen (Quelle: imago images)

Mitten in den Ausverkauf bei Schlecker platzt die nächste Hiobsbotschaft für die rund 5000 Mitarbeiter bei IhrPlatz und Schlecker XL: Die Gläubiger und der Münchner Investor Dubag erklärten ihre anfangs vielversprechenden Verhandlungen am Freitag für gescheitert. "Die Gespräche sind abgebrochen worden", sagte ein Sprecher der Verhandlungsparteien. Damit ist das Schicksal für die zwei zukunftsträchtigen Töchter aus dem einstigen Schlecker-Imperium wieder völlig offen.

Schlecker XL war Knackpunkt

Nach übereinstimmenden Worten von Sprechern der beteiligten Seiten ist das Thema Dubag unwiderruflich durch - die Differenzen seien zu groß gewesen. Man werde nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Der Knackpunkt sei am Ende das Thema Schlecker XL gewesen.

Euler Hermes kritisierte Investor

Wie aus Verhandlungskreisen verlautete, drehten sich die Diskussionen etwa darum, inwieweit bestehende XL-Verträge auf IhrPlatz umgeschrieben werden könnten. Während der Verhandlungen hatte der Kreditversicherer Euler Hermes bereits moniert, dass Dubag Mitarbeitern Versprechungen mache, die das bestehende Konzept nicht hergebe. Bei dem Hamburger Kreditversicherer steht Schlecker mit 300 Millionen Euro in der Kreide.

Drei Optionen für IhrPlatz

Für IhrPlatz gibt es nun wieder drei Optionen: eigenständige Fortführung, Abwicklung wie bei der Muttergesellschaft Schlecker oder das Finden eines anderen Investors. "Wir suchen nach einem neuen Konzept und ein Stück weit nach neuen Optionen", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person.

Ausverkauf bei Schlecker

Derweil hat am Freitag der Ausverkauf der verbliebenen Waren bei Schlecker begonnen. In den rund 2800 Filialen in Deutschland gab es Preisnachlässe zwischen 30 und 50 Prozent. Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz setzt große Hoffnungen in die Verkaufsaktion. Die Abwicklung des Konzerns könnte zwischen 500 und 700 Millionen Euro bringen. Den möglichen Erlösen stehen Forderungen der Gläubiger von insgesamt bis zu 700 Millionen Euro entgegen.

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