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Opel: Mitarbeiter verzichten vorläufig auf Tariferhöhung


Opelaner verzichten vorläufig auf Lohnplus

15.06.2012, 08:36 Uhr | dapd, t-online.de

Die Opel-Beschäftigten verzichten zunächst auf die seit Mai fällige Tariferhöhung. Die Löhne sollen nun erst im Oktober um 4,3 Prozent steigen. Damit spart sich Opel vorläufig einen zweistelligen Millionenbetrag. Die IG Metall hatte der Stundung am Donnerstag zugestimmt, nachdem sich der Opel-Vorstand am Mittwoch bereit erklärt hatte, im Zuge der Sanierung bis Ende 2016 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Allerdings gilt der Verzicht unter Vorbehalt: Falls die laufenden Verhandlungen mit dem Opel-Vorstand scheitern, muss die Erhöhung nachgezahlt werden. Der Verzicht bringt dem Autobauer eine sofortige Entlastung im Kampf mit den roten Zahlen: Bei einem geschätzten Durchschnittsgehalt von 3500 Euro im Monat muss Opel bis Oktober insgesamt rund 19 Millionen Euro weniger an die Mitarbeiter überweisen.

Weitere Frist für Bochum

Am Mittwoch hatten Vorstand, IG Metall und Betriebsrat Eckpunkte des Sanierungsplans vorgelegt: Demnach verzichtet Opel bis Ende 2016 auf betriebsbedingte Kündigungen und betreibt auch das von der Schließung bedrohte Werk Bochum bis dahin weiter. Ab 2017 ist aber keine weitere Produktion in Bochum geplant, das Werk müsste schließen. Über die Einzelheiten des Rettungsplans wird nun verhandelt.

Die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) fordert eine langfristige Perspektive für das Opel-Werk in ihrer Stadt. Es gehöre zu den leistungsstärksten Automobilwerken in Europa, betonte die SPD-Politikerin und fügte hinzu: "Es sollte für Opel doch möglich sein, bei einer Produktoffensive mit 23 neuen Modellen, 13 neuen Motoren und Getrieben eine Nachfolgeproduktion für den Zafira nach Bochum zu vergeben." Alles andere wäre für sie "unverständlich und nicht akzeptabel".

Ständig am Rand der Schließung

Bisher sind die Jobs bei Opel durch einen früheren Vertrag bis Ende 2014 geschützt. Für das Jahr 2015 stand die Schließung von Bochum mit seinen mehr als 3000 Mitarbeitern im Raum.

Die Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) macht seit mehr als zehn Jahren Milliardenverluste und muss ihre Produktionskapazität reduzieren. Zuletzt hatte der Konzern ein Werk in Antwerpen geschlossen. Seitdem ist die Nachfrage nach Modellen von Opel und der Schwestermarke Vauxhall aber weiter gefallen. Allein im wichtigsten Markt Deutschland wurden im Mai elf Prozent weniger Opel-Fahrzeuge verkauft.

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