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Deutsche Post: KfW will sich von Anteilen trennen


Deutsche Post: KfW will sich von Anteilen trennen

18.06.2012, 09:55 Uhr | t-online.de , dpa-AFX , dpa

Deutsche Post: KfW will sich von Anteilen trennen. Deutsche Post DHL Posttower  (Quelle: imago images)

Deutsche Post DHL Posttower (Quelle: imago images)

Die Deutsche Post möchte wachsen und setzt in ihrer Unternehmensstrategie voll auf Asien. Doch nun könnte ein Gerücht die Hoffnungen etwas dämpfen. Denn nach Medienberichten soll sich die KfW mit dem Ziel an Investmentbanken gewandt haben, sich von großen Anteilen am Logistikunternehmen trennen zu wollen. An der Börse machte sich dieses Gerücht schon bemerkbar.

Die Nachricht, dass sich der Staat von mindestens 30,5 Prozent der Anteile - insgesamt hält der Bund 30,5 Prozent an den Stammaktien - trennen möchte, ließ die Post-Titel zu den schwächsten Werten zählen. Mit plus 0,1 Prozent hinkten die Aktien am Vormittag deutlich hinterher.

Aktuell gibt es jedoch keine Kommentare zu dem Vorhaben, vielmehr seien die Informationen aus vertrauten Kreisen durchgesickert. Zudem gebe es auch noch keinen offiziellen Auftrag an Investmentbanken. Ein Börsianer rechnet mit einer unterdurchschnittlichen Kursentwicklung.

Angriff auf Asien

Derweil solle der Umsatzanteil des Asiengeschäfts bis 2017 von derzeit 20 Prozent auf rund ein Drittel steigen, sagte Post-Unternehmenschef Frank Appel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Dabei gehe ich von zweistelligen Wachstumsraten im Jahr und Marktanteilsgewinnen für DHL in Asien aus." 2010 lag das Wachstum in Asien bei 40 Prozent, im vergangenen Jahr bei 7,5 Prozent. "Der Hauptgrund für den Rückgang der Geschwindigkeit waren negative Währungseffekte", sagte Appel.

Der Abschwung der Weltkonjunktur hat die Post nach Aussage des Firmenchefs bisher noch nicht erfasst. "Wir fühlen uns derzeit noch ganz wohl und sehen weltweit auch in diesem Jahr ein robustes Wachstum", sagte Appel. Daher hält er auch alle Vorhersagen aufrecht. Das Wachstum der Weltwirtschaft sollte in diesem Jahr bei bis zu 3,5 Prozent, das Wachstum des Frachtverkehrs etwa zwei Prozentpunkte darüber liegen.

Keine Großübernahmen

In diesem Jahr will Appel ein operatives Ergebnis zwischen 2,5 und 2,6 Milliarden Euro erwirtschaften. "Allerdings spüren wir im Bereich der Luftfracht eine leichte Abschwächung, und die Frachtraten bleiben volatil, nicht zuletzt aufgrund des Ölpreises", sagte der Manager. Großübernahmen sind derzeit kein Thema. "Wir wollen überwiegend organisch wachsen. Interesse an größeren Übernahmen haben wir nicht. In unserem Geschäft geht vieles in kleineren, wohldurchdachten Schritten voran."

Vielmehr muss die Post jetzt abwarten, ob und wie sich der Verkauf der KfW-Anteile gestalten wird.

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