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Ladendiebe verursachen Milliarden-Schäden


Ladendiebe verursachen Milliarden-Schäden

19.06.2012, 18:14 Uhr | dpa-AFX

Ladendiebe verursachen Milliarden-Schäden. Ladendiebe in Deutschland verursachen Milliarden-Schäden  (Quelle: dpa)

Ladendiebe in Deutschland verursachen Milliarden-Schäden (Quelle: dpa)

Lippenstift, Markenklamotten und viele mehr: Ladendiebe haben aus deutschen Geschäften im vergangenen Jahr Waren im Wert von fast 3,8 Milliarden Euro geklaut. Doch auch eigene Mitarbeiter und Lieferanten langen kräftig zu. Ein Fünftel der geklauten Waren entwenden sie. Insgesamt hat der Einzelhandel rund ein Prozent seines Gesamtumsatzes durch sogenannte Inventurdifferenzen verloren, wie eine Studie des Handelsforschungsinstituts EHI in Köln zeigt.

Für knapp über die Hälfte der Verluste (51 Prozent) waren Ladendiebe verantwortlich. Sie stahlen laut Studie Waren im Wert von 1,9 Milliarden Euro. Beliebte Beute sind kleine, hochwertige Artikel wie Kosmetik, Parfüm und CDs. Im Textilhandel sind es vor allem Markenprodukte.

Diebe sind kreativ

Die Methoden der Diebe sind vielfältig: Es gibt Taschen mit doppeltem Boden; speziell ausgekleidete Materialien tricksen piepsende Sicherungssysteme am Eingang aus; in der Umkleidekabine wird getragene Kleidung einfach gegen neue ausgetauscht.

Unter den Dieben sind viele Gelegenheitstäter, und vor allem in Großstädten finanzieren Drogenabhängige durch Diebstähle ihre Sucht. Besondere Sorge bereiten den Händlern aber organisierte Banden. "Die sind professionell ausgerüstet und kommen meist mit mehreren Tätern in den Laden", erläutert Rolf Geckle, der am Polizeipräsidium Karlsruhe die Ermittlungsgruppe "Mascara" zu bandenmäßigem Ladendiebstahl leitet. Die Gruppen konzentrierten sich auf hochwertige Artikel, die gut weiterverkauft werden können. Manchmal räumten sie ein ganzes Regalfach mit Rasierklingen oder Kosmetik aus, so dass der Schaden schnell im vierstelligen Bereich liege.

Dunkelziffer extrem hoch

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik werden Ladendiebstähle seit Jahren weniger. 2011 sank die Zahl der registrierten Fälle erneut leicht um 0,6 Prozent auf rund 385.000. Doch die Dunkelziffer ist extrem hoch und liegt nach EHI-Schätzung fast doppel zu hoch, und die Inventurdifferenzen seien im Vergleich zu 2010 sogar etwas gestiegen.

Obwohl der Handel jährlich rund 1,2 Milliarden Euro in Sicherungsmaßnahmen wie Kameras, Mitarbeiterschulungen, Detektive und Warensicherungen investiere, sei das Problem nur schwer in den Griff zu bekommen, sagt Geckle. Denn die Diebe erfinden immer neue Tricks - und technische Präventionsmittel und zusätzliches Personal sind teuer. "Es ist für die Händler immer ein Rechenspiel: Man braucht ein gewisses Sicherungsniveau, aber zu viel kosten darf es nicht."

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