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Inflation auf niedrigstem Stand seit Ende 2010


Teuerungsrate  

Inflation auf niedrigstem Stand seit Ende 2010

11.07.2012, 10:01 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Inflation auf niedrigstem Stand seit Ende 2010 . Spritpreise zuletzt leicht gesunken - Inflation auf tiefstem Niveau seit Ende 2010  (Quelle: dpa)

Spritpreise in Bewegung - Inflation gesunken (Quelle: dpa)

Die Inflation in Deutschland ist weiter auf dem Rückmarsch: Im Juni sank die jährliche Teuerungsrate auf 1,7 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte und damit seine vorläufigen Zahlen bestätigte.

Sprit und Energie etwas günstiger, Lebensmittel teurer

Ein Grund für die langsamere Teuerung ist den Statistikern zufolge der Preis für Energie. Benzin und Diesel waren im Juni zum zweiten Mal in Folge günstiger als im Vormonat. Heizöl kostete schon den vierten Monat in Folge weniger. Stärker als insgesamt hingegen stiegen die Preise für Lebensmittel: Diese kosteten im Juni 3,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Damit sei ihr Einfluss auf die gesamte Teuerung größer geworden. Nahrungsmittel-Ausrutscher nach oben: Margarine. Ihr Preis lag um 15,8 Prozent über dem Vorjahreswert - während Butter um 21,4 Prozent günstiger wurde.

Würde man die schwankungsanfällige Entwicklung bei Energie und Nahrungsmitteln heraus rechnen, ergäbe sich für Juni eine Inflationsrate von 1,1 Prozent, erklärten die Statistiker. Die beiden Gütergruppen machen nach Angaben der Behörde knapp 20 Prozent der Ausgaben privater Haushalte aus.

Lohnerhöhungen werden Preise steigen lassen

Volkswirte gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise wegen der zuletzt höheren Lohnabschlüsse bald wieder auf breiter Front steigen werden. Als Inflationstreiber sehen viele Ökonomen auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die sich mit extrem billigem Geld gegen die Schuldenkrise in Europa stemmt.

Gesunkene Inflationsrate erleichterte Zinssenkung

Der für den europäischen Vergleich berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im Juni voraussichtlich um 2,0 Prozent. Diese Zahlen werden auf Grundlage eines anderen Warenkorbs berechnet. Sie sind Maßstab der EZB, die bei einer mittelfristigen Inflation von knapp unterhalb 2,0 Prozent von stabilen Preisen spricht.

Die zuletzt gesunkene Inflationsrate hatte der EZB die Zinssenkung vom vergangenen Donnerstag erleichtert. Die Zentralbank hatte ihren Leitzins auf den historischen Tiefststand von 0,75 Prozent gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Niedrige Zinsen bergen aber die Gefahr, die Inflation anzuheizen.

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