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Opel: Nächster Tiefschlag für Autobauer - Chef-Lobbyist geht


Nächster Tiefschlag für Opel: Chef-Lobbyist geht

16.07.2012, 08:47 Uhr | t-online.de, dpa-AFX, dpa

Opel: Nächster Tiefschlag für Autobauer - Chef-Lobbyist geht. Volker Hoff war seit 2010 im Opel-Management (Quelle: dapd)

Volker Hoff war seit 2010 im Opel-Management (Quelle: dapd)

Der ins Schleudern geratene Autobauer Opel muss den nächsten Tiefschlag verkraften: Nach dem ausgeschiedenen Vorstandschef Karl Friedrich Stracke hat jetzt auch der bisherige Chef-Lobbyist Volker Hoff das angeschlagene Unternehmen verlassen. Hoff, früherer hessischer CDU-Minister, war bei Opel für Regierungsbeziehungen zuständig. Er wolle sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen, sagte Opel-Sprecher Harald Hamprecht.

Hoff: Trennung hat nichts mit Strackes Abgang zu tun

Opel und sein Chef-Lobbyist Hoff haben sich nach dessen Angaben im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. "Wir haben unterschiedliche Auffassungen über die Art und Weise, wie mit Regierungen und Verbänden kommuniziert wird", sagte Hoff der "Bild"-Zeitung.

Sein Weggang habe jedoch nichts mit dem Abgang Strackes zu tun. Hoff war im Jahr 2010 als Manager zu Opel gekommen. Zuvor hatte der CDU-Politiker von 2006 bis 2009 in Wiesbaden den Posten des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten innegehabt.

Suche nach Nachfolger für ausgeschiedenen Vorstandschef

Derweil geht die Suche nach einem Nachfolger für Karl Friedrich Stracke weiter. Als heißester Kandidat für den Chefposten gilt Strategievorstand Thomas Sedran. Auch Opel-Produktionsvorstand Peter Thom werden Chancen eingeräumt. Der Chefwechsel schürt bei Opel aber auch neue Ängste vor einem Kahlschlag. Insider sind überzeugt, dass die US-Mutter General Motors einen Nachfolger einsetzen wird, der härter durchgreift.

Girsky setzt Mitarbeiter unter Druck

Opel-Interimschef Stephen Girsky forderte eine rasche Änderung der Unternehmensstrategie. Von den Mitarbeitern verlangte er zusätzliche Anstrengungen. "Unsere erfolgreiche Revitalisierung erfordert von uns allen die Bereitschaft, das Geschäft anders zu machen als bisher und dabei schnell zu handeln. Jeder Einzelne von uns ist verantwortlich für die Ergebnisse", schrieb Girsky in einer E-Mail an die Opelaner, über die die "Bild"-Zeitung berichtete.

IG-Metall-Chef Berthold Huber forderte in der "Süddeutschen Zeitung" einen entschlossenen Vorstand, der gemeinsam mit der Belegschaft Opel nach vorne bringt. "Wir brauchen jemanden, der die Beschäftigten einbezieht. Manager, die mit frischen Ideen für eine Aufbruchstimmung sorgen", sagte er.

Girsky betonte, der eingeschlagene Sanierungskurs gehe auf jeden Fall weiter: Die "dringenden Arbeiten zur Wiederherstellung einer nachhaltigen Profitabilität bei Opel/Vauxhall und GM in Europa" würden ohne Unterbrechung fortgesetzt.

Gewerkschaft warnt GM

Huber warnte die Konzernmutter General Motors davor, die Vereinbarungen mit der Arbeitnehmerseite einseitig zu brechen. Die IG Metall sei knallhart. Man gehe davon aus, "dass die Garantien für die Werke und die Arbeitsplätze bis Ende 2016 weiter gelten", sagte Huber. Man gebe "keinen einzigen Standort preis".

Auf die Frage, was geschehe, falls sich GM nicht an die Vereinbarungen halte, meinte der Gewerkschafter: "Davor kann ich nur warnen." Wer Opel aufgeben wolle, müsse wissen: "Das wären die teuersten Werksschließungen, die ein Konzern jemals in Deutschland versucht hätte. Das würde Unsummen kosten."

Minister kritisiert Unternehmensstrategie

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) kritisierte im Berliner "Tagesspiegel" die Unternehmensstrategie von Opel. "Ohne eine erneuerte und breitere Modellpalette wird es für Opel schwierig", sagte er dem Blatt. Opel brauche eine Produktpalette, "die die Leute vom Hocker reißt".

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