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China treibt Bierproduktion weltweit auf Rekordstand


China treibt Bierproduktion weltweit auf Rekordstand

17.07.2012, 18:20 Uhr | dapd , t-online.de

China treibt Bierproduktion weltweit auf Rekordstand. Fast zwei Milliarden Hektoliter Bier wurden 2011 weltweit produziert (Quelle: imago images)

Fast zwei Milliarden Hektoliter Bier wurden 2011 weltweit produziert (Quelle: imago images)

Der Durst der Chinesen treibt die weltweite Bierproduktion an: Sie stieg im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von 1,9 Milliarden Hektoliter, wie der Hopfen-Weltmarktführer Barth in München mitteilte. Das waren 60 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

China baut Führung aus

Mit einer Erhöhung um 40 Millionen auf 490 Millionen Hektoliter baute China seine Führungsposition deutlich aus: Inzwischen wird jedes vierte Bier in der Volksrepublik gebraut. "China ist uns allen enteilt als Bierland", sagte Geschäftsführer Stephan Barth.

Deutschland nur auf Rang fünf

In Deutschland ist der Bierausstoß seit 2006 rückläufig, mit 95 Millionen Hektolitern landete die Bundesrepublik 2011 nur auf Rang fünf. Hinter China folgte die USA mit 225 Millionen Hektolitern. Brasilien verdrängte mit 133 Millionen Hektolitern Russland (98 Millionen) vom dritten Platz.

Der zunehmende Anteil der Volksrepublik an der weltweiten Bierproduktion macht den Hopfenbauern zu schaffen: "Chinesische Biere sind nah am Wasser gebaut", sagte Barth. Es seien leichte Biere mit geringer Hopfengabe.

Hopfenanteil 2011 deutlich gesunken

Im Jahre 2011 sei deshalb zwar so viel Bier gebraut worden wie nie zuvor, zugleich sei aber der Hopfenanteil pro Hektoliter auf den bislang niedrigsten Stand gesunken. Weltweit sei eine Überversorgung beim Hopfen erkennbar. Bauern sollten daher nicht unter Vertrag stehende Flächen roden, riet Barth.

Hoffnungen bereiten der Branche indes neu entdeckte Hopfensorten, die Bier auf natürliche Weise nach Zitrone, Orange oder Passionsfrucht schmecken lassen. Die fruchtigen "Flavour Hops" seien bislang aber noch ein sehr kleines Marktsegment, sagte Barth.

Hoffnung der Hopfenbauern liegt auf Kleinbrauereien

Die Hopfenbauern profitierten zudem von der zunehmenden Zahl der Kleinbrauereien, die für ihre Biere sehr viel mehr Hopfen verwendeten. Von den 1989 Brauereien in den USA zählten inzwischen 1938 zur Kategorie kleiner Privatbrauereien.

Fünf Brauereikonzerne beherrschen den Weltmarkt

Die Hälfte des Weltbiermarkts wird dem Barth-Bericht zufolge allerdings von fünf Braukonzernen beherrscht: Anheuser-Busch Inbev, SAB-Miller, Heineken, Carlsberg und der China Resource Brewery. Die drei größten deutschen Brauereigruppen - Radeberger, Oettinger und Bitburger - kamen zusammen nur auf einen Anteil von 1,6 Prozent.

Die Hopfen-Gruppe Barth hat nach eigenen Angaben national und international einen Marktanteil von 30 Prozent und beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter, davon 40 Prozent in Deutschland. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. Juli endet, wird ein Umsatzrückgang um zehn Millionen auf 220 Millionen Euro erwartet.

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