Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Media-Saturn-Gründer bläst zum Angriff auf Metro


Media-Saturn-Gründer bläst zum Angriff auf Metro

23.07.2012, 11:24 Uhr | dapd , dpa-AFX , t-online.de

Media-Saturn-Gründer bläst zum Angriff auf Metro. Der Machtkampf bei Media-Saturn geht in die nächste Runde (Quelle: dapd)

Der Machtkampf bei Media-Saturn geht in die nächste Runde (Quelle: dapd)

Im Kampf mit der Metro um die Macht bei Media-Saturn verschärft Firmengründer Erich Kellerhals den Ton. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" stellte er die weitere Zusammenarbeit mit dem Handelskonzern infrage: "Wenn der Streit nicht beigelegt werden kann, müssen wir vielleicht über neue Gesellschafter nachdenken."

Auf die Frage, ob er auch ohne Metro weitermachen würde, sagte Kellerhals: "Am liebsten schon." Aber eine Trennung von Metro müsse erst mal finanziert werden - "wenn wir sie denn wollten". Zugleich griff er den Metro-Vorstandschef und früheren Finanzvorstand Olaf Koch an. "Ich fordere seit langer Zeit einen Handelsmann an der Spitze der Metro. Es reicht nicht, einfach nur Finanzpakete hin und her zu schicken", sagte Kellerhals. Man müsse wissen, "wie der Handel tickt".

Attacke auf Finanzchef

Seit einiger Zeit versucht der Metro-Konzern, Kellerhals vor Gericht eine Sperrminorität streitig zu machen, die es ihm mit seinen knapp 22 Prozent der Anteile ermöglicht, Entscheidungen des Mehrheitsgesellschafters Metro bei Media-Saturn zu verhindern.

Kellerhals jedoch bleibt unbeugsam: Selbst wenn Metro ihm für seine Anteile an dem Elektronikunternehmen "viel Geld" bieten sollte, werde er nicht verkaufen, sagte der 72-Jährige der Zeitung.

Schiedsgericht soll Streit klären

Am Dienstag treffen sich die Kontrahenten vor einem Schiedsgericht. Kellerhals nennt das Metro-Verhalten ihm gegenüber "unmoralisch". Metro verhalte sich "wie ein Elefant, der aus dem Porzellanladen kommt und sagt: 'Die Teller hatten alle schon vorher einen Sprung'".

Kritik an "wilden Ideen" des Metro-Managements

Mit dem Management des Handelskonzerns kann Kellerhals wenig anfangen. "Die Metro plant etwas, macht eine schöne Presseerklärung und schaut, dass der Börsenkurs hoch geht. Klappt es nicht, verabschieden sich die Vorstände oder sie werden verabschiedet. Ich habe jetzt schon sieben Metro-Vorstände erlebt", beklagte sich Kellerhals.

Die Vorstände hätten mitunter "wilde Ideen", schließlich würden sie in den drei oder fünf Jahren ihrer Vertragslaufzeit Erfolge brauchen. Er verfolge hingegen eine andere Strategie: "Ich kalkuliere erst genau und handele dann."

Expansion nach China ist "Harakiri"

Einer geplanten Expansion von Media-Saturn in China steht Kellerhals skeptisch gegenüber. "Ich rate zur Vorsicht", sagte er. Frühere Pläne, dort in fünf Jahren 1000 Media-Märkte zu eröffnen, lehnt Kellerhals als "Harakiri" ab. Kellerhals erklärt, es gebe Verträge, die Metro unter bestimmten Umständen auch ein eigenes Vorgehen bei Auslands-Investitionen erlauben: "Wir wollten uns nie gegenseitig behindern."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal