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Haribo: Süßigkeitenhersteller kassiert Millionenstrafe vom Bundeskartellamt


Mauscheleien mit Konkurrenten: Haribo kassiert Millionenstrafe

01.08.2012, 13:18 Uhr | dpa, t-online.de, AFP

Haribo: Süßigkeitenhersteller kassiert Millionenstrafe vom Bundeskartellamt. Das Kartellamt hat Haribo zur Kasse gebeten (Quelle: dpa)

Das Kartellamt hat Haribo zur Kasse gebeten (Quelle: dpa)

Weil Haribo unzulässig Informationen mit Konkurrenten ausgetauscht hat, wurde dem Bonner Süßigkeitenhersteller vom Bundeskartellamt ein Bußgeld in Millionenhöhe aufgebrummt. Das Unternehmen und ein verantwortlicher Vertriebsmitarbeiter müssen dafür insgesamt rund 2,4 Millionen Euro zahlen, wie die Wettbewerbshüter mitteilten. Gegen zwei weitere Markenhersteller von Süßwaren wird demnach weiter ermittelt.

Verbotene informelle Gespräche

Haribo-Mitarbeiter sollen mit drei anderen Süßwarenherstellern regelmäßig informell etwa über Rabattforderungen des Einzelhandels gesprochen haben. Laut Bundeskartellamt trafen sich in den Jahren 2006 und 2007 Mitarbeiter von insgesamt vier Süßwaren-Herstellern regelmäßig zu kartellrechtlich verbotenen informellen Gesprächen.

Solche Informationen werden nach Angaben der Behörde normalerweise aber vertraulich behandelt. Sie seien für die Unternehmen geeignet gewesen, das eigene Verhalten anzupassen.

Mars zieht als Kronzeuge Kopf aus der Schlinge

Auf die Schliche kamen die Kartellwächter der Runde durch den Schokoriegel-Hersteller Mars, der ebenfalls an den Gesprächen beteiligt war und jetzt als Kronzeuge Straffreiheit erhielt. Gegen zwei weitere nicht näher benannte Süßwaren-Unternehmen laufen noch Ermittlungen.

Gütliche Einigung

Bei der Festsetzung des Bußgelds für Haribo berücksichtigte das Kartellamt, dass die Firma bei der Aufklärung der Vorwürfe kooperierte. In einer Stellungnahme verwies auch Haribo auf die gütliche Einigung. Gegen den Bescheid will das Unternehmen deshalb keinen Einspruch einlegen.

Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, erklärte, "bestimmte Arten des Informationsaustauschs zwischen Unternehmen" seien kartellrechtlich unzulässig. Der Wettbewerb werde dadurch beeinträchtigt. Es habe sich im vorliegenden Fall aber nicht um schwerwiegende Kartellrechtsverstöße wie Absprachen über Preise, Gebiete, Kunden oder Quoten gehandelt.

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