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Buchhandelskette Thalia schickt Douglas ins Minus


Buchhandelskette Thalia schickt Douglas ins Minus

08.08.2012, 17:39 Uhr | dapd

Buchhandelskette Thalia schickt Douglas ins Minus. Die Douglas-Familie leidet wegen Thalia (Quelle: dpa)

Die Douglas-Familie leidet wegen Thalia (Quelle: dpa)

Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia steckt in der Krise. Das drückt den Mutterkonzern Douglas in die tiefroten Zahlen. Insbesondere die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2011/2012 liefen schlecht. Wegen hoher Wertberichtigungen bei dem Sorgenkind und der Kosten der Sanierung wies das Hagener Unternehmen unter dem Strich einen Verlust von 73,1 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hatte Douglas noch einen Gewinn von 82 Millionen Euro gemacht.

Radikalkur soll helfen

Die lange Zeit florierende Buchhandelskette leidet unter dem Erfolg des Internet-Buchhändlers Amazon und dem Aufstieg der E-Books. Douglas-Chef Henning Kreke verordnete der Sparte deshalb eine Radikalkur. Standortschließungen, Flächenverkleinerungen und Sortimentsoptimierungen sollen sie wieder wettbewerbsfähig machen.

Allerdings braucht der Turnaround offenbar Zeit. Insbesondere im Internethandel tut sich die Buchsparte weiterhin schwer. Nach hohen Verlusten im ersten Halbjahr musste Douglas auch für das dritte Quartal (April bis Juni) wegen tiefroter Zahlen bei Thalia einen Fehlbetrag von knapp zehn Millionen Euro ausweisen, nach einem Gewinn von 3,4 Millionen Euro im Vorjahr.

Schlechte Bilanz wirkt auf andere Sparten

Die Turbulenzen bei Thalia überschatteten die Entwicklung in den anderen Douglas-Sparten. Vor allem die Schmuckhandelskette Christ konnte ihre Umsätze zuletzt deutlich steigern. Auch die Douglas-Parfümerien und die Süßwarenkette Hussel legten in den ersten neun Monaten zu. Schlechter lief das Geschäft bei den Modehäusern von AppelrathCüpper.

Unter dem Strich steigerte das Unternehmen seinen Nettoumsatz trotz der Probleme bei Thalia in den ersten neuen Monaten um 1,8 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro. Allerdings schwächte sich das Wachstum im dritten Quartal auf nur noch 0,5 Prozent ab.

An der Börse büßte die Douglas-Aktie nach der Veröffentlichung ein.

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