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Küchen-Hersteller Alno ist gerettet


Küchen-Hersteller Alno ist gerettet

21.08.2012, 17:14 Uhr | dpa, t-online.de

Küchen-Hersteller Alno ist gerettet. Der Küchenbauer Alno kann wieder durchstarten (Quelle: dpa)

Der Küchenbauer Alno kann wieder durchstarten (Quelle: dpa)

Beinahe wäre Alno in die Pleite geschliddert, doch jetzt kann der Küchenbauer wieder etwas hoffnungsvoller in die Zukunft schauen. Die Aktionäre haben bei der Hauptversammlung im schwäbischen Pfullendorf mit 99,6 Prozent für ein Sanierungsprogramm gestimmt. Damit soll der einstige Marktführer für Küchenmöbel in Deutschland wieder eine solide finanzielle Basis bekommen. Das Rettungskonzept hatte Alno vor gut einem Monat mit seinen wichtigsten Banken und Lieferanten ausgehandelt.

Alno hat seit seinem Börsengang 1995 nur drei Jahre überhaupt mit einem knappen Gewinn abgeschlossen. In den übrigen Jahren ließen die Verluste den Schuldenberg immer stärker anwachsen. Vor einigen Wochen stand Alno dann nach Angaben des Vorstands unmittelbar vor der Insolvenz und überlebte nur, weil Hauptaktionäre, Banken und Lieferanten bereit waren, an einem Rettungspaket mitzuwirken.

Alno verschafft sich Luft

Es sieht vor, dass Investoren mehr als 46 Millionen Euro frisches Geld in das klamme Unternehmen stecken. Außerdem erlassen Banken Kredite in Höhe von knapp elf Millionen Euro, und Geschäftspartner gewähren Alno mehr Zeit, um Forderungen von bis zu 62 Millionen Euro zu begleichen.

Vorstandschef Max Müller hatte die Aktionäre noch einmal eindringlich auf das geplante Rettungspaket eingeschworen. "Ich will nichts beschönigen: Ohne ein erhebliches finanzielles Entgegenkommen der einzelnen Kreditgeber, der Hauptaktionäre und anderer Alno-Gläubiger in den vergangenen Wochen wäre eine Insolvenz der Gesellschaft nicht mehr abzuwenden gewesen", sagte er.

Keine Anfechtungsklagen

Auch die große Sorge des Vorstands, dass ein Aktionär das ganze Rettungspaket mit einer Anfechtungsklage noch gefährden könnte, erwies sich am Ende als unbegründet. Da bis zum Ende der Hauptversammlung kein Widerspruch eingelegt wurde, sei das Rettungspaket nun endgültig in trockenen Tüchern, sagte ein Sprecher. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hatte zuvor gewarnt, dass eine Anfechtungsklage die Umsetzung des Rettungspakets im schlimmsten Fall so lange verzögern könnte, dass Alno vorher doch noch zahlungsunfähig wird.

Vorstandschef Müller schaut nun wieder optimistisch in die Zukunft. Bis Mitte November solle die Rettungsaktion abgeschlossen sein, sagte er. Auch die Zahlen des ersten Halbjahrs machten Mut. Alno konnte seine Verluste immerhin spürbar reduzieren. Von Januar bis Juni stand unterm Strich ein Minus von 8,1 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum gab es noch einen Verlust von 22,9 Millionen Euro. Vor allem sei es gelungen, für alle Marken des Konzerns wieder höhere Preise durchzusetzen.

Alno will 2013 wieder Gewinn machen

"Angesichts eines relativ positiven Marktumfelds ist das zwar noch keine Glanzleistung, aber wir sehen klar und deutlich, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden", sagte Müller. 2013 peilt Alno zum ersten Mal seit vielen Jahren ein positives Vorsteuerergebnis an - nach einem Minus von 25,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

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