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Deutsche Rohstoff AG: Probebohrungen bestätigten riesiges Zinnlager in Sachsen


Probebohrungen bestätigten gewaltiges Zinnlager in Sachsen

30.08.2012, 18:13 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de, AFP

Deutsche Rohstoff AG: Probebohrungen bestätigten riesiges Zinnlager in Sachsen. Modell der Gottesberger Zinnlagerstätte (Quelle: dpa)

Modell der Gottesberger Zinnlagerstätte (Quelle: dpa)

Der Osten der Republik birgt riesige Rohstoffvorkommen. Probebohrungen haben jetzt umfangreiche Zinnlager in Sachsen bestätigt. Das teilte die Deutsche Rohstoff AG (DRAG) in Chemnitz mit. Nach Angaben des Unternehmens wäre es eines der größten derzeit bekannten und nicht erschlossenen Vorkommen des seltenen Metalls weltweit.

Bohrungen in 200 bis 900 Metern Tiefe

Die DRAG hatte von November 2011 bis April 2012 in Gottesberg und Geyer im Erzgebirge insgesamt acht Erkundungsbohrungen unternommen, um die bereits aus DDR-Zeiten stammende Schätzung des Rohstoffvorkommens zu überprüfen. Einem Gutachten zufolge verfügen beide Lagerstätten über insgesamt rund 159.000 Tonnen Zinn.

Lagerstätten im Wert von Milliarden

Für das Vorkommen in Gottesberg wurde bei einem Durchschnittsgehalt von 0,27 Prozent eine Menge von 115.000 Tonnen Zinn errechnet. Das sind 2,7 Kilogramm Zinn pro Tonne Gestein. In Geyer sind es mit 0,37 Prozent Zinn den Angaben zufolge 44.000 Tonnen. Nach aktuellem Zinnpreis hätten die beiden Vorkommen einen Wert von etwa 3,34 Milliarden Euro, hieß es.

Zinn wird seit längerem auf dem Weltmarkt besonders stark nachgefragt, es gibt aber kaum neue Vorkommen. "Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt, und die Ergebnisse bestätigen, dass die Lagerstätten von absoluter Weltklasse sind", sagte DRAG-Vorstand Thomas Gutschlag. Neben Zinn hätten die in Tiefen von 200 bis 900 Meter vorgenommenen Proben auch Wolfram, Kupfer und Indium zutage gefördert.

Noch kein konkreter Zeitplan für Abbau

"Man muss die Erwartungen dämpfen, dass da schnell abgebaut wird", ergänzte er jedoch im Gespräch mit dem Nachrichtenportal "Spiegel Online". Trotz des riesigen Potenzials sei es jedoch noch ein recht weiter Weg bis zum Beginn von Abbauarbeiten, betonte er.

Einen konkreten Zeitplan gibt es entsprechend noch nicht. "Noch fehlen uns Machbarkeitsstudien sowie eine Wirtschaftlichkeitsstudie", so Gutschlag. Vor allem benötigt die DRAG noch Investoren, um den Abbau starten zu können.

Weiteres Bohrprogramm noch in diesem Jahr

Die Lagerstätten Gottesberg und Geyer wurden bereits zu DDR-Zeiten in den 70er und 80er Jahren intensiv erkundet. Laut Gutschlag wird jetzt mit Hochdruck daran gearbeitet, beide Vorkommen weiter zu entwickeln. Um potente Geldgeber vor allem in Asien überzeugen zu können, kündigte der Experte weitere Probebohrungen für dieses Jahr an. "Wir wollen ganz sicher gehen, dass es das Zinn wirklich gibt", sagte er.

Der Zinnbergbau hat in Sachsen eine lange Tradition. Das Bergwerk Altenberg im Osterzgebirge produzierte mit einigen Unterbrechungen von 1440 bis 1991 Zinn und war bei seiner Schließung die letzte aktive europäische Zinn-Mine. Vor allem wegen der stark gestiegenen Weltmarktpreise für Zinn scheint eine Wiederaufnahme des Abbaus in Deutschland wieder attraktiv.

Börsengang soll Finanzierung sichern

Ein Großteil der Weltproduktion stammt derzeit aus China und Indonesien. Die Nachfrage nach Zinn vor allem bei der Produktion von Elektrogeräten sowie Blechen und Legierungen steigt aber. Die Entwicklung der beiden großen deutschen Zinnvorkommen Gottesberg und Geyer soll jetzt die im australischen Brisbane ansässige Tin International Limited (TIN) vorantreiben.

Die DRAG hält die Mehrheit der Anteile an dem Unternehmen. Das soll noch in diesem Jahr in Australien an die Börse gebracht werden, um die weitere Finanzierung für Gottesberg und Geyer sicherzustellen.

Rohstoffreiche Region

Die Bundesrepublik scheint für Rohstofffirmen wieder attraktiv zu sein. So hat allein das Sächsische Oberbergamt in Freiberg laut "Spiegel Online" derzeit rund ein Dutzend Suchlizenzen für verschiedene Firmen ausgestellt. Und Zinn ist nicht der einzige Rohstoff, der im Erzgebirge lagert. In der traditionsreichen Bergbauregion gibt es auch Vorkommen des für die Chip-Industrie wichtigen Metalls Indium sowie Zink, Silber, Kupfer, Blei und Wolfram.

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