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Schlecker-Gläubiger gehen nahezu leer aus


Schlecker-Gläubiger gehen nahezu leer aus

01.09.2012, 11:45 Uhr | t-online.de, dpa, dapd

Schlecker-Gläubiger gehen nahezu leer aus. Von dem Namen Schlecker wird nicht mehr viel übrig bleiben (Quelle: dpa)

Von dem Namen Schlecker wird nicht mehr viel übrig bleiben (Quelle: dpa)

Schlechte Nachrichten für die Gläubiger der insolventen Drogeriemarktketten Schlecker und Ihr Platz. Sie müssen wohl einen Großteil ihrer Forderungen abschreiben. Das kündigten die Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und Werner Schneider in der "WirtschaftsWoche" (WiWo) an. Die Summe aller Gläubigerforderungen übersteigt nach früheren Angaben eine Milliarde Euro.

Bessere Aussichten bei Ihr Platz

"Viel Geld werden sie nicht bekommen. Es ist für viele Gläubiger sicher eine Enttäuschung, aber mehr ist nicht drin", sagte Geiwitz. Bei Ihr Platz sehe es etwas besser aus, sagte Schneider. Eine konkrete Aussage zur Quotenhöhe sei aber noch nicht möglich, da weitere Unternehmensteile verkauft würden. "Wir sind mit einem Investor in exklusiven Verhandlungen über das Spanien-Geschäft, und ich bin zuversichtlich, dass wir im Herbst eine Lösung präsentieren können", sagte Geiwitz.

Insgesamt seien etwa für mehr als 50 Prozent der Filialen von Ihr Platz Nachfolger gefunden worden - zum Beispiel die Drogeriekette Rossman, die 108 Filialen übernehmen wird, so Schneider.

Verkauf von Unternehmensteilen steht bevor

Auch für die Schlecker-Zigaretten-Eigenmarke Commodore gibt es laut dem Insolvenzverwalter "einen Käufer aus der Tabakbranche". Weitere Unternehmensteile stünden kurz vor dem Verkauf. "Bei der Versandapotheke Vitalsana laufen Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Da bin ich ebenfalls optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen eine Lösung haben. Parallel dazu müssen wir uns um die Veräußerung von Immobilien kümmern. Dabei geht es um Schätzwerte im niedrigen dreistelligen Millionenbereich." Offen ist, was mit der Konzernzentrale in Ehingen geschieht.

Auch wenn einige Eigennamen weiter geführt werden, werde der Name Schlecker keine große Bedeutung mehr haben, so der Insolvenzverwalter im Interview mit der "WiWo". Geiwitz musste im Laufe der Zeit seine Meinung zur Rettung der Traditionsmarke nach und nach revidieren. Glaubte er zu Beginn an ein Überleben der Kette und an deren Konzeptmodell, musste er erkennen, dass dieses nicht zu retten sei.I

Lage war dramatischer als angenommen

In dem Interview räumt er zudem ein, dass Rossmann-Inhaber Dirk Roßmann mit seiner Prognose, dem Geschäftsmodell keine Chance einzuräumen, recht gehabt habe. Doch die Konzernführung habe ihm im Januar nicht das wahre Ausmaß der Probleme dargestellt. "Wir kamen als Notärzte, aber Schlecker war mit unseren Mitteln nicht zu retten."

Auch die Gespräche mit potentiellen Investoren seien laut Geiwitz sehr weit fortgeschritten gewesen, so dass immer wieder Hoffnung aufkam. Doch nachdem die Zahl der Kündigungsschutzklagen nach oben schnallten, folgten die ersten Absagen. Aus diesem Grund habe der Insolvenzverwalter auch sehr stark für eine Transfergesellschaft gekämpft.

Für Ihr Platz sei dagegen die Transfergesellschaft ein großer Vorteil gewesen, so Schneider. Dadurch sei die Zahl der Kündigungsschutzklagen niedrig gehalten und die Risiken für Investoren begrenzt worden. "Alle Mitarbeiter, die nicht übernommen wurden, hätten sonst auf die Idee kommen können, bei Ihr-Platz-Nachfolgern auf Einstellung zu klagen", so Schneider weiter.

Insolvenz schluckte Großteil des Vermögens

Auch zu den Ermittlungen gegen Schlecker äußerte sich Geiwitz in dem Interview und räumt mit der Darstellung auf, er habe den Firmenchef stets verteidigt. Objektiv betrachtet sei Schlecker zwar sehr "beratungsresiistent", doch habe er durch die Insolvenz sehr viel Geld verloren und auch schon als es schlecht lief, weiter investiert. Dennoch müsse man auf der anderen Seite die Rechtshandlungen der Familie Schlecker sehr kritisch sehen.

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