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Erdgas: Fracking nur unter strengen Auflagen möglich


Fracking: Strenge Auflagen für Erdgas-Förderung

06.09.2012, 14:15 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, sky

Erdgas: Fracking nur unter strengen Auflagen möglich. Abfackeln von Erdgas im Fracking-Verfahren (Quelle: Reuters)

Abfackeln von Erdgas in einem Gas-Vorhaben im US-Bundesstaat Pennsylvania (Quelle: Reuters)

Hohe Hürden für die Ausbeutung von Erdgas: Die umstrittene Förderung aus tiefen Gesteinsschichten soll in Deutschland nur unter strengen Auflagen erlaubt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das bisher umfangreichste Gutachten zu der Fracking-Technologie, das vom Umweltbundesamt (UBA) für Umweltminister Peter Altmaier (CDU) erstellt worden ist. In den USA wird die neue Technologie schon länger eingesetzt.

13 Jahre Erdgas für Deutschland

"Auf Basis dieses Gutachtens empfiehlt das Umweltbundesamt, derzeit von einem großtechnischen Einsatz abzusehen", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth in Berlin. Das mit Chemikalieneinsatz erschließbare Potenzial ist enorm: 13 Jahre lang könnte Deutschland damit laut UBA seinen gesamten Gasbedarf decken.

Altmaier forderte eine breite öffentliche Diskussion über die Ergebnisse des Gutachtens. Auch er zeigte sich skeptisch, was einen umfassenden Einsatz der Technologie in Deutschland betrifft. Dabei werden mit hohem Druck unter Chemikalieneinsatz Gesteinsschichten so aufgebrochen, dass das Gas nach oben entweichen kann.

Furcht vor Chemikalien

Wegen großer Bedenken haben sich besonders in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Bürgerinitiativen gegen Fracking gebildet. So wird unter anderem eine Verseuchung des Trinkwasser mit giftigen Chemikalien befürchtet. Auch Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Baden-Württemberg könnten als Fördergebiete in Frage kommen.

"Man kann aus dem Gutachten den Schluss ziehen, dass man in Trinkwassergebieten Fracking nicht zulassen sollte", sagte Altmaier. 14 Prozent der Landesfläche sind in Deutschland laut UBA als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen. Flasbarth forderte einen Fracking-Ausschluss für diese Gebiete. Zudem müsse es bei jeder Bohrung eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung geben.

Im Herbst entscheidet der Bundestag

Im Dezember soll es ein großes Expertenforum geben, bevor eine bundesweite gesetzliche Regelung im Bundestag auf den Weg gebracht werden soll. Altmaier forderte eine Versachlichung der Debatte. "Für mich geht Gründlichkeit vor Eile."

In Fahrt gekommen war die Debatte durch eine Energierevolution in den USA infolge der Ausweitung dieser sogenannten unkonventionellen Gasförderung. Dort sind die Energiepreise durch die massive Erschließung von Schiefergasvorkommen eingebrochen - allerdings gibt es Berichte über massive ökologische Folgen. In Deutschland wittert unter anderem der Konzern ExxonMobil ein lukratives Geschäft.

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Fracking bedeutet, dass unter hohem Druck Chemikalien und Wasser in poröse Gesteinsschichten wie Schiefer gepresst wird. Im Zuge dieses Hydraulic Fracturing brechen Hohlräume auf und darin gefangenes Erdgas kann gefördert werden. Die neue Technologie hat vor allem in den USA und in Kanada riesige Mengen an Schiefergas freigesetzt.

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