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Gold-Experte Bloss: Gold bleibt attraktive Investition


Krisenzeit ist Goldzeit

16.09.2012, 09:46 Uhr | dapd, t-online.de

Gold-Experte Bloss: Gold bleibt attraktive Investition. Gold steht seit tausenden Jahren für Werterhalt - und daran wird sich auch so schnell nichts ändern (Quelle: imago images)

Gold steht seit tausenden Jahren für Werterhalt - und daran wird sich auch so schnell nichts ändern (Quelle: imago images)

Nachdem der Goldpreis innerhalb eines Monats um rund zehn Prozent gestiegen ist und sein Tief vom Frühsommer hinter sich gelassen hat, rückt Gold wieder in den Fokus von Anlegern. Und die bekommen Recht von einem Goldexperten. Michael Bloss, Autor des Buchs "Gier nach Gold", sagt: "Solange die Krise wie im Augenblick tobt, wird weiter in Gold investiert". Das Edelmetall bleibe eine Schlüssel-Investition - und setzt damit seine jahrtausendelange Erfolgskarriere fort.

Seit mehr als 3000 Jahren strahle Gold den Mythos von Werterhalt, Reichtum und Macht aus. "Gold wird immer eine wichtige Rolle spielen", sagte Bloss. In Krisen werde die Angst des Großkapitals befeuert. "Das führt zu Investitionen in Gold."

Gold war der Ursprung des Geldsystems

Ob bei Ludwig XIV. oder bei den alten Römern: "Das war schon immer so und geht auch heute weiter", sagte der Direktor des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung in Nürtingen bei Stuttgart. Ursprung des Geld- und Währungssystems sei die Goldmünze. "Papiergeld war eher eine praktische Erfindung": Für Gold, das beim Goldschmied hinterlegt wurde, erhielt man einen Zettel, der dann getauscht werden konnte.

Geld nicht mehr vollständig durch Gold gedeckt

Auch heute hätten die Deutsche Bundesbank, die Europäische Zentralbank (EZB) oder die amerikanische Notenbank Federal Reserve für jede Banknote, die sie herausgäben, einen gewissen Grundstock Gold im Bestand. "Eins zu eins gedeckt ist es aber nicht mehr, das würde nur das Wachstum deckeln."

Zwar sei die Geldschöpfung aus dem Nichts viel einfacher geworden. Die Banken könnten aber das Gold im Hintergrund nicht einfach verkaufen. "Dann würden Ratingagenturen das jeweilige Land herabstufen."

Der Makel des Goldes

Die USA besitzen weltweit am meisten Gold, Deutschland liegt auf Platz zwei, gefolgt von Frankreich, Italien und der Schweiz. Bloss wies aber auch auf die Bedingungen hin, unter denen Gold gewonnen wird. Zum Teil müssen Kinder dafür schuften, und umweltfreundlich ist der Abbau auch nicht. Gold habe deshalb immer auch den Makel, dass es ethisch verwerflich sein könne, sagte Bloss.

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