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Alllianz: Deutschland spart durch Schuldenkrise 67 Milliarden

Deutschland spart durch Schuldenkrise 67 Milliarden

25.09.2012, 18:32 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Alllianz: Deutschland spart durch Schuldenkrise 67 Milliarden. Der Bund profitiert von rekordtiefen Zinsen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Bund profitiert von rekordtiefen Zinsen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Während andere Länder der Eurozone enorme Zinsen zahlen müssen, um sich frisches Geld zu besorgen, hat Deutschland bislang durch die starken Verwerfungen an den europäischen Märkten für Staatsanleihen Milliarden Euro gespart. Berechnungen des Allianz-Konzerns haben eine massive Zinsersparnis für den Bund ergeben: Die Bundesrepublik profitiere derzeit mit "reichlich zehn Milliarden Euro jährlich", sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise.

Bezogen auf alle Laufzeiten der bundesdeutschen Wertpapiere schätzte Heise die Zinsersparnis im Laufe der Jahre auf insgesamt 67 Milliarden Euro.

Zinsen auf Rekordtief

Andererseits investierten viel Anleger auf der Suche nach einer sicheren Anlageform ihr Geld seit Ausbruch der Krise in deutsche Staatsanleihen, die als besonders sicher gelten. Die Folge waren rekordtiefe Zinsen. Darunter leidet der deutsche Sparer. Die Verbraucher können sich zwar in der Krise so günstig Kredite besorgen wie nie. Auf der anderen Seite gibt es aber immer weniger Rendite auf das Ersparte.

Rendite für private Sparer schrumpft

Die Allianz schätzt die Verluste an Zinseinkommen, die die privaten Haushalte durch die Schuldenkrise inzwischen erlitten haben, auf "reichlich zwölf Milliarden Euro" pro Jahr. Der Sparer trage damit indirekt "zur Konsolidierung des Staatshaushaltes" bei, kommentierte Chefvolkswirt Heise.

Einbußen auch bei Lebensversicherungen

"Neben den Verlusten bei den Zinseinkommen haben die privaten Haushalte auch bei anderen Anlageformen mit verminderten Vermögenseinkommen zu rechnen", hieß es weiter von der Allianz. Dies gelte beispielsweise für Erträge bei der Auszahlung von Lebensversicherungen, bei den Erträgen aus Pensionskassen und Versorgungswerken. Allerdings dürften die negativen Auswirkungen der Krise durch die langfristige Anlagepolitik der Versicherungsunternehmen gedämpft und zeitlich verzögert eintreten.

Aufgrund der enormen Summen, die deutsche Versicherungskunden zur Altersversorgung angelegt haben, rechnen die Allianz-Experten aber auch bei den Erträgen aus Versicherungen oder Pensionskassen mit starken Einbußen für die Sparer. Mittelfristig sei eine "Minderung der hieraus resultierenden Vermögenseinkommen von mindestens zehn Milliarden Euro jährlich zu erwarten", hieß es weiter.

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