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Neue Spitze bei angeschlagener Baumarkt-Kette Praktiker


Neue Spitze bei Praktiker

12.10.2012, 15:24 Uhr | dapd , dpa-AFX

Neue Spitze bei angeschlagener Baumarkt-Kette Praktiker . Die Baumarktkette Praktiker steckt in der Krise (Quelle: dapd)

Die Baumarktkette Praktiker steckt in der Krise (Quelle: dapd)

Stühlerücken bei der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker: Nach dem Chef des Aufsichtsrat geht nun auch der Vorstandsvorsitzende Kay Hafner von Bord. Das Unternehmen teilte mit, dass Hafner seinen Platz räumt. Er wird durch das Aufsichtsratsmitglied Armin Burger ersetzt. Hafner habe um vorzeitige Auflösung seines Vertrags zum Ablauf des 14. Oktober 2012 gebeten.

Der Wechsel an der Spitze zeigt, dass der Machtkampf zwischen Großaktionären und altem Vorstand entscheiden ist. Mit Armin Burger wird ein Favorit der Wiener Investorin de Krassny neuer Vorstandschef. Der neue Aufsichtsratschef dankte Hafner am Freitag für dessen Tätigkeit als Vorstandschef. "Er hat maßgeblich dazu beigetragen, das Restrukturierungsprogramm voranzutreiben", sagte Erhard Grossnigg. Erst am Donnerstag hatte Grossnigg vom bisherigen Chef des Aufsichtsrat Kersten von Schenck den Posten überraschend niedergelegt.

Billigstrategie schadete Praktiker

Auch Schenck habe die Neuausrichtung des Unternehmens gestützt und begleitet, erklärte der neue Chef des obersten Kontrollgremiums. Der Bankchef Grossnigg und der Wiener Immobilienmanager Burger waren als Vertreter der Semper-Constantia-Bank erst Anfang August in den Aufsichtsrat bestellt worden. Die österreichische Privatbank ist Großaktionär der Baumarktkette.

Neues Darlehen für Praktiker

Gleichzeitig mit den Personalveränderungen verkündete Praktiker am Freitag den erfolgreichen Abschluss von Verhandlungen über ein zusätzliches Darlehen von 15 Millionen Euro. Das Darlehen werde von einem privaten Investor gewährt und kurzfristig zur Auszahlung gelangen. Um wen es sich bei dem Investor handelt, teilte das Unternehmen nicht mit. Die Konditionen des Darlehens seien an die des Anfang Oktober von der Wiener Privatbank Semper Constantia gewährten Darlehens angelehnt.

Die Baumarktkette war wegen ihrer jahrelangen Billigstrategie ("20 Prozent auf alles") und aufgrund von Missmanagement tief in die roten Zahlen gerutscht. 2011 machte das Unternehmen mehr als 500 Millionen Euro Verlust. Unter den Anteilseignern gab es zuletzt Streit um den eingeschlagenen Sanierungskurs.

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