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Kik zahlt eine Million Dollar nach Brandkatastrophe


Kik zahlt eine Million Dollar nach Brandkatastrophe

24.10.2012, 19:32 Uhr | t-online.de, AFP

Kik zahlt eine Million Dollar nach Brandkatastrophe. Bei einem Feuer in einer Kik-Zulieferer-Fabrik in Pakistan starben Hunderte Menschen (Quelle: dapd)

Bei einem Feuer in einer Kik-Zulieferer-Fabrik in Pakistan starben Hunderte Menschen (Quelle: dapd)

Der Textildiscounter Kik aus dem westfälischen Bönen zahlt nach der Brandkatastrophe bei einer Zuliefer-Fabrik in Pakistan mit mindestens 289 Toten insgesamt eine Million Dollar, rund 770.000 Euro. Allerdings nicht ganz aus freien Stücken: Überlebende des Unglücks hatten gedroht, Kik zu verklagen.

Soforthilfe für Opfer und Hinterbliebene

Einerseits werde eine Soforhilfezahlung in Höhe von 500.000 Dollar für die Opfer und Hinterbliebenen geleistet, zum anderen würden Maßnahmen für längerfristige Hilfen und zur Verbesserung des Brandschutzes finanziert, teilte das Unternehmen mit.

Der Gewerkschaftsvertreter Nasir Mansoor in Karachi sagte der Nachrichtenagentur AFP, seiner Vereinigung und der Nichtregierungsorganisation Clean Clothes sei es gelungen, das Unternehmen zur Aufstockung seiner Zahlungen zu bewegen.

Gewerkschaft drohte mit Klage

Seine Gewerkschaft habe gedroht, vor internationale Gerichte zu ziehen, sollte sich der deutsche Billiganbieter nicht zu seiner Verantwortung bekennen. In der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi, in der es im September gebrannt hatte, waren Jeans für das deutsche Unternehmen genäht worden.

Die Fabrik habe Hosen produziert, die unter dem Label "Okay" für 15,99 Euro bei Kik angeboten wurden, berichtete der "Spiegel". Das Unternehmen habe die Verbindung zu der Fabrik erst auf Druck von Nichtregierungsorganisationen zugegeben.

Mangelhafte Brandschutzmaßnahmen

Jetzt habe Kik-Manager Michael Arretz eingeräumt, dass 75 Prozent der Aufträge bei Ali Enterprises von der deutschen Firma stammten. Den Angaben zufolge erklärten Mitarbeiter von Ali Enterprises, mindestens 90 Prozent der Ware sei für Kik bestimmt gewesen.

Der Brand hatte unzureichende Brandschutzmaßnahmen in der Fabrik ans Licht gebracht. So waren unter anderem die Fluchtwege versperrt. Die Regierung in Islamabad hat mehr als hundert Familien bereits 700.000 Rupien (5600 Euro) gezahlt. Viele Hinterbliebene von Umgekommenen und verletzte Angestellte der Fabrik warten aber noch auf ihre Zahlung.

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