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Hurrikan Sandy: So teuer könnte es für die Wirtschaft werden

So teuer könnte "Sandy" für die Wirtschaft werden

31.10.2012, 10:17 Uhr | dpa, t-online.de, dapd

Hurrikan Sandy: So teuer könnte es für die Wirtschaft werden. "Sandy" setzte auch Atlantic City unter Wasser (Quelle: AP/dpa)

"Sandy" setzte auch Atlantic City unter Wasser (Quelle: AP/dpa)

Tausende Flüge wurden gestrichen, der Handel rechnet mit Umsatzrückgängen: Experten nehmen an, dass der Hurrikan "Sandy" insgesamt wirtschaftliche Schäden von bis zu 50 Milliarden Dollar anrichtet. Das wahre Ausmaß der Verwüstung durch die 1000-Kilometer-Sturmfront an der US-Ostküste bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Teuer dürfte es vor allem für die Versicherer werden.

Einer der teuersten Wirbelstürme in der US-Geschichte

Allein die Sachschäden sollen nach Schätzungen von Wirtschaftsfachleuten bis zu 20 Milliarden Dollar (rund 15,5 Milliarden Euro) betragen. Besonders schwer sind die Bundesstaaten New Jersey und New York betroffen. Dort sind viele Häuser, Straßen sowie Stromleitungen zerstört oder schwer beschädigt.

Die endgültige Schadenssumme könnte sich jedoch laut dem Informationsdienst IHS Global Insight noch um bis zu 30 Milliarden Dollar erhöhen, wenn die Gewinneinbußen von Unternehmen mitgerechnet werden, berichtete der "Spiegel".

Zehn Milliarden Dollar Soforthilfe für New York

Das US-Verkehrsministerium vergibt allein an New York eine Soforthilfe in Höhe von zehn Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro) für Reparaturen an Straßen, Brücken und U-Bahn-Tunneln. Das teilte die Behörde mit. In U-Bahnschächte war massenweise Salzwasser eingedrungen. Weitere drei Millionen Dollar seien für Rhode Island vorgesehen, hieß es.

Damit könnte "Sandy" den Hurrikan "Irene" übertreffen, der voriges Jahr mit 15,8 Milliarden Dollar (12,25 Milliarden Euro) zu Buche schlug. Nach den Prognosen der Experten kommt "Sandy" damit unter die zehn teuersten Wirbelstürme in der US-Geschichte. Der Wirbelsturm wäre aber immer noch weit entfernt vom schlimmsten unter ihnen: Hurrikan "Katrina" kostete im Jahr 2005 108 Milliarden Dollar (rund 84 Milliarden Euro) und 1200 Menschen das Leben.

Airlines und Einzelhandel betroffen

Bisher sieht es so aus, dass der Flugverkehr im Nordosten der USA mindestens zwei Tage lang so gut wie zum Erliegen gekommen ist, was sich auch auf Überseeverbindungen auswirkt. Das könnte kurzfristig die Gewinne der Airlines schmälern, weil sie mehr Geld dafür ausgeben müssen, Maschinen und Personal umzuplanen. Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe sind im Einzelhandel zu erwarten, die sich bis ins Weihnachtsgeschäft ausdehnen könnten.

Auf Versicherer kommen Milliardenkosten zu

Für die Versicherer dürfte "Sandy" in etwa so teuer werden wie "Irene" im vorigen Jahr, der die Unternehmen rund fünf Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro) kostete. Der Sturm steuert auf ein Gebiet zu, in dem nach Schätzung des Datendiensts CoreLogic etwa 284.000 Wohngebäude im Wert von 88 Milliarden Dollar (68 Milliarden Euro) liegen.

Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat rechnet mit versicherten Verlusten von fünf bis zehn Milliarden Dollar. Angesichts der dicht besiedelten Gegend mit "einer der weltweit höchsten Dichte an Reichtum" erwarten auch die Analysten bei Morgan Stanley von "Sandy" Sachschäden in Milliardenhöhe.

2011 Rekordschäden durch Naturkatastrophen

Im vergangenen Jahr hatten Naturkatastrophen - darunter die verheerenden Erdbeben in Japan und Neuseeland - höhere Schäden angerichtet als jemals zuvor. Die wirtschaftlichen Kosten lagen nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bei mindestens 380 Milliarden Dollar (287 Milliarden Euro).

Wachstum nur vorübergehend gebremst

Die US-Wirtschaft hatte im dritten Quartal aufs Jahr gerechnet um zwei Prozent zugelegt. Für das Quartal Oktober-Dezember bleibt Chefökonom Zandi trotz des heraufziehenden Unwetters bei seiner Prognose eines ähnlichen Wachstums von 1,9 Prozent.

Nach seiner Prognose könnte die Wirtschaftstätigkeit im Oktober und November etwas gebremst werden, falls die Industrieproduktion zurückgeht und Personal abgebaut wird. Doch im Dezember, wenn sich die Unternehmen erholen, sollte sie wieder anziehen. Denn Naturkatastrophen können große Schäden anrichten, aber auch die Wirtschaft ankurbeln, wenn nachher repariert und wieder aufgebaut wird.

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