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So trickst Apple seine Steuern runter


Trotz Mega-Gewinns - Apple zahlte nur 1,9 Prozent Steuern

05.11.2012, 09:45 Uhr | t-online.de - sky, mit dapd

So trickst Apple seine Steuern runter. So drückt Apple seine Steuern (Quelle: dapd)

Apple drückt sich weiter um Steuern (Quelle: dapd)

Der Elektronikgigant Apple bringt sich wegen seiner Steuertricks wieder in die Schlagzeilen: Der Konzern hat auf seine Einnahmen außerhalb der USA im vergangenen Fiskaljahr einen Einkommensteuersatz von nur 1,9 Prozent gezahlt. Bei einem Jahresgewinn von 36,8 Milliarden Dollar, also 28,7 Milliarden Euro, im Ausland musste das wertvollste Unternehmen der Welt lediglich 713 Millionen Dollar oder umgerechnet 556 Millionen Euro Steuern entrichten, wie aus Steuerunterlagen hervorgeht, die Apple Ende Oktober einreichte.

Apple drückt sich - Wal Mart zahlt

2011 hatte Apple bei einem Jahresgewinn von 24 Milliarden Dollar noch 2,5 Prozent Steuern gezahlt. Das IT-Unternehmen zahlt zwar teilweise in den jeweiligen Ländern eine Einkommenssteuer, doch durch legale Buchhaltungs-Tricks - die auch andere internationale Konzerne verwenden - verschiebt das Unternehmen Profite in Länder mit niedrigen Steuersätzen.

Zum Vergleich: Der Handelsriese Wal Mart musste laut "New York Times" (NYT) im Jahr 2011 weltweit Steuern in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar zahlen. Bei einem Gewinn von 24,4 Milliarden ist dies ein Steuersatz von 24 Prozent.

Tochterfirmen in Nevada, Luxemburg und der Karibik

Das Thema ist ein Dauerbrenner, schon im Frühjahr hatten US-Medien wie die "Washington Post" und auch die "New York Times" die Kapital-Verschiebungen genauer durchleuchtet. So ist zwar die Zentrale von Apple im kalifornischen Cupertino angesiedelt, die Steuerrate für Unternehmensgewinne liegt hier bei 8,84 Prozent, wie die "New York Times" berichtete.

Allerdings unterhält Apple demnach auch eine Tochterfirma namens Braeburn Capital in Reno – und hier, nur 200 Kilometer entfernt im US-Bundesstaat Nevada, gibt es keine Einkommenssteuer für Unternehmen. Zudem hat Apple auch in den Steueroasen Niederlande, in Irland, in Luxemburg und in den British Virgin Islands Ableger gegründet.

Gute Geschäfte in den Steueroasen

In Luxemburg beispielsweise mache die Tochter iTunes S.à r.l. gute Geschäfte, wie die "New York Times" weiter berichtete. Die Firma beschäftigt nur wenige Dutzend Angestellte. Doch wenn Kunden in Europa, Afrika oder dem Mittleren Osten eine App oder ein Lied herunterladen, dann klingeln hier die Kassen. Im Jahr 2011 soll sich in Luxemburg der Umsatz auf über eine Milliarde Dollar belaufen haben.

In Irland unterhält Apple zwei Tochterfirmen – die Apple Operations International und Apple Sales International. In Irland habe Apple für Patent-Zahlungen nur 12,5 Prozent Steuern zahlen müssen, in Kalifornien wären es 35 Prozent gewesen. Die Regierung in Dublin habe dem Konzern im Gegenzug für neue Jobs Steuererleichterungen angeboten, heißt es in dem NYT-Bericht unter Berufung auf einen Insider. Auf den British Virgin Islands existiere eine Briefkastenfirma namens Baldwin Holdings Unlimited.

Apple verweist laut "New York Times" auf die Steuern, die seine gut verdienenden Angestellten im Land ließen. Zudem spendet der Konzern mitunter – etwa 50 Millionen Dollar an die Stanford University und die gleiche Summe an eine Hilfsorganisation für Afrika.

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