Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

OECD: Deutschland rutscht als Wirtschaftsmacht ab


OECD: Deutschland rutscht als Wirtschaftsmacht ab

10.11.2012, 15:09 Uhr | dpa , dpa-AFX , t-online.de , dapd

OECD: Deutschland rutscht als Wirtschaftsmacht ab. Im Ranking der weltweiten Top-Ökonomien wird sich bis 2060 einiges ändern (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Ranking der weltweiten Top-Ökonomien wird sich bis 2060 einiges ändern (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Keine allzu guten Aussichten für Deutschland: Die Bundesrepublik wird in den kommenden 50 Jahren ihren Platz als fünftstärkste Wirtschaftsmacht verlieren und weltweit auf Platz zehn zurückfallen. Das sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Ausblick bis 2060 voraus. Eine aktuelle Studie der Experten zeigt, wer an uns vorbeizieht.

Wechsel an der Weltspitze bis 2016

Aufstrebende Volkswirtschaften werden der Untersuchung zufolge weiterhin sehr viel schneller wachsen als die etablierten Industrienationen. Generell würden "jüngere" Staaten wie Brasilien oder Indonesien stärker zulegen als die europäischen Länder und Japan. Grund dafür sei die rasche Bevölkerungsalterung in den derzeit führenden Industrieländern.

An der Spitze der internationalen Top-Ökonomien dürfte es spätestens im Jahr 2016 einen Wechsel geben, China könnte dann die USA als Volkswirtschaft Nummer eins ablösen. Innerhalb Europas käme dabei auf Deutschland, Luxemburg und Österreich der größte Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung zu, stellte die OECD fest. Der Anteil der europäischen Staaten an der Weltwirtschaftskraft wird nach der Prognose von aktuell 17 Prozent auf gerade noch neun Prozent im Jahr 2060 fallen.

China und Indien hängen den Rest der Welt ab

Zusammen mit Indien werde China schon in gut zehn Jahren ein größeres Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwirtschaften als die sieben stärksten Industriestaaten (G-7). Und in den kommenden Jahrzehnten lassen beide Staaten demnach den Rest der Welt weit hinter sich: Bis zum Jahr 2060 soll ihr Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt von zusammen 24 Prozent im Jahr 2011 auf dann 46 Prozent steigen.

Zugleich prognostiziert die OECD für die 34 Länder der Organisation für den Zeitraum ein Absinken des Anteils an der industriellen Produktion von 65 auf 43 Prozent. Im Schnitt erwarten die Experten laut Studie ein weltweites Wachstum von jährlich knapp drei Prozent. Auch hier liegen Indien (plus 5,1 Prozent) und China (vier Prozent) deutlich vor Industriestaaten wie den USA (2,1 Prozent), Frankreich (1,6 Prozent) oder Deutschland (1,1 Prozent).

Einkommen in Niedriglohnländern vervielfacht sich

Wegen der Verschiebung des wirtschaftlichen Gewichts in Richtung Niedriglohnländer wird sich laut OECD das Pro-Kopf-Einkommen in den ärmsten Ländern bis 2060 vervierfachen. In China und Indien könnte es in der Zeit sogar sieben Mal höher sein als heute.

"Die Welt, in der unsere Kinder und Enkel leben werden, wird sich von unserer heutigen Welt fundamental unterscheiden", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Der Schlüssel zu Wohlstand und Nachhaltigkeit liege dabei in mehr Bildung und Produktivität.

Ranking der internationalen Top-Ökonomien bis 2060

 201120302060Veränderung
 RangBIP in ProzentRangBIP in ProzentRangBIP in Prozent2011 - 2060
China217,0127,9127,81
Indien46,6311,1218,22
USA122,7217,8316,3-2
Brasilien83,553,643,34
Japan36,744,253,2-2
Indonesien161,7112,263,010
Mexiko112,5102,472,74
Großbritannien73,582,582,4-1
Russland63,663,292,3-3
Deutschland54,873,0102,0-5

Quelle: OECD

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal