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"Frankfurter Rundschau" ist insolvent - Printausgabe in Gefahr?


"Frankfurter Rundschau" stellt Insolvenzantrag

13.11.2012, 15:05 Uhr | AFP, dapd, dpa, t-online.de

"Frankfurter Rundschau" ist insolvent - Printausgabe in Gefahr?. Traditionszeitung Frankfurter Rundschau stellt Insolvenzantrag  (Quelle: imago images)

Frankfurter Rundschau stellt Insolvenzantrag (Quelle: imago images)

Für die "Frankfurter Rundschau" (FR) ist Insolvenzantrag gestellt worden. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main habe am Dienstagmorgen den Antrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Frankfurt. Die Belegschaft sollte auf einer Betriebsversammlung am Nachmittag über Einzelheiten informiert werden. Die Versammlung war bereits gestern ohne Angabe von Gründen angekündigt worden.

Als Insolvenzverwalter soll nach Informationen von "Spiegel Online" der Frankfurter Rechtsanwalt Frank Schmitt eingesetzt worden sein. Dessen Kanzlei äußerte sich dazu auf Anfrage nicht. Auch die Geschäftsführung der Zeitung wollte zunächst noch keine Stellungnahme abgeben.

Zeitung seit langem unter Druck

Die "Frankfurter Rundschau" kämpft seit vielen Jahren mit dem Umbruch in der Medienbranche. Die Auflage sank seit 2001 von 190.000 auf 150.000. Das Verlagshaus gehört mehrheitlich der Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg. Daneben sind die SPD über ihre Medienholding beteiligt sowie die Karl-Gerold-Stiftung.

Die "FR" gilt schon seit geraumer Zeit als Verlustbringer. Die Zeitung hat bereits drastisch Personal abgebaut, der Mantelteil wird überwiegend von einer Redaktionsgemeinschaft des Mutterverlags erstellt und ist zu einem Großteil identisch mit dem der "Berliner Zeitung". In Frankfurt sind jedoch noch zahlreiche Redakteure für den Regional- und Lokalteil tätig.

Gerüchte über eine bevorstehende Einstellung der Printausgabe und eine Beschränkung der Zeitung auf die Digitalausgabe waren mehrfach dementiert worden.

Weitere Umwälzungen bei Printmedien

Mit der schwierigen Lage im Printbereich der Medien haben auch die Wirtschaftsblätter von Gruner + Jahr zu kämpfen. Der Verlag denkt über eine Neuausrichtung von "Financial Times Deutschland" (FTD) und "Capital" nach, da beide konstant rote Zahlen schrieben, wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe meldet.

Das Stadtmagazin "Prinz" gibt es künftig nur noch online, wie derweil bekannt wurde. Das gedruckte Monatsmagazin erscheine letztmalig im Dezember, teilte der Jahreszeiten-Verlag am Dienstag mit. Stattdessen werde "Prinz" im kommenden Jahr als tagesaktuelles Online-Magazin weiter ausgebaut. "Prinz"-Verlagsleiter Michael Silvio Kusche verwies auf die veränderte Mediennutzung der Zielgruppe. Die Umstellung sei "wirtschaftlich notwendig und vernünftig und deshalb geboten".

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