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Banken schaffen Gratis-Konten ab


Banken schaffen Gratis-Konten ab

20.11.2012, 15:59 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Banken schaffen Gratis-Konten ab. Einige Banken machen Gratis-Konten zahlungspflichtig (Quelle: imago images)

Einige Banken machen Gratis-Konten zahlungspflichtig (Quelle: imago images)

Genau hinschauen kann sich lohnen: Denn immer mehr Banken schaffen einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge das Gratis-Konto ab und verlangen von ihren Kunden wieder Kontoführungsgebühren. Derzeit verschicke die Deutsche Bank Briefe an ihre Kunden, um ihnen mitzuteilen, dass ihre Konten auf das "Aktivkonto" umgestellt würden, berichtete die Zeitung. Dieses koste 4,99 Euro im Monat. Einige Banken stellen klammheimlich um - über getarnte Werbung.

Dem Bericht zufolge kündigten auch die Santander Bank, die HypoVereinsbank und mehrere Sparkassen eine Umstellung auf Bezahlkonten an. Verbraucherschützer erwarten laut "Bild", dass weitere Filialbanken folgen. Finanzexperten glauben jedoch, dass es sich nicht um einen neuen Trend handelt. "Es ist absolut ruhig an der Front", sagte Sigrid Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt.

Deutsche Bank: Sonderkonditionen werden eingestellt

Die Deutsche Bank teilte mit, dass lediglich "einige Sonderkonditionen, die in der Vergangenheit in Einzelfällen gewährt wurden, künftig nicht mehr angeboten werden". Betroffene Kunden seien bereits schriftlich oder persönlich informiert worden.

Die Deutsche Bank hat kein Gratis-Konto im Angebot. Bestimmte Kunden erhielten jedoch Sonderkonditionen, etwa bei hohem Geldvermögen oder einer langjährigen Kundenbeziehung. Im Zuge der Übernahme der Postbank will die Deutsche Bank im Privatkundengeschäft bei den Konditionen offenbar für mehr Einheitlichkeit sorgen. An den kostenlosen Konten bei der Postbank soll dabei nicht gerüttelt werden, wie eine Postbank-Sprecherin zu "Focus Online" sagte.

Viele Banken tricksen

Verbraucherzentralen kritisieren unterdessen, dass zahlreiche Banken ihre Kunden mit kostenlosen Girokonten ködern. Für viele Verbraucher entpuppen sich die Versprechen der Geldinstitute jedoch schon nach kurzer Zeit als herbe Enttäuschung. Denn ein kostenloses Girokonto ist oftmals an Bedingungen geknüpft - und so kostenlos wie anfänglich angepriesen, sind die Konten gar nicht.

Die Tücken verbergen sich meist im Detail. Die Einreichung von Schecks kann beispielsweise kosten. Aber auch für die Maestro- oder Giro-Karte berechnen viele Banken nochmals Extra-Gebühren. Oft finanzieren die Banken Girokonten auch mit Guthabenzinsen. So muss der Kunde kontinuierlich ein bestimmtes Guthaben auf dem Konto vorweisen.

Klammheimliche Umstellung

Viele Banken stellen die Gratiskonten auch klammheimlich um. Die Kunden bekommen davon oft nichts mit, weil die Ankündigungen als Werbung getarnt versendet werden, berichtete die Verbraucherzentrale NRW.

Vergleich lohnt sich

Aus diesem Grund sollte man vor der Einrichtung eines neuen Kontos genau auf das Kleingedruckte schauen. Bei nachteiligen Bedingungen können Verbraucher Widerspruch einlegen oder zur Konkurrenz wechseln. Wer hin und wieder auf den Dispokredit seines Girokontos zurückgreift, kann ebenfalls durch einen Wechsel der Bank seine Kosten deutlich verringern.

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