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USA bestrafen Ölkonzern BP

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USA bestrafen Ölkonzern BP

28.11.2012, 17:30 Uhr | dpa-AFX, dpa

USA bestrafen Ölkonzern BP. BP verkauft Nordsee-Felder an die Scheichs in Abu Dhabi (Quelle: dpa)

Die BP-Plattform Andrew in der Nordsee (Quelle: dpa)

Der britische Mineralölkonzern BP bekommt Ärger mit den USA. Die US-Regierung will wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010 mit dem britischen Konzern vorerst keine neuen Verträge abschließen. Das sei eine Konsequenz aus dem Mangel an Integrität, den das Unternehmen im Zuge der Explosion der Plattform "Deepwater Horizon" und der folgenden Ölpest gezeigt habe, hieß es in einer Mitteilung der US-Umweltbehörde EPA. Aufgrund der teuren Schäden benötigt BP zudem dringend Geld. Deswegen verscherbelt das Unternehmen weiter sein Tafelsilber: British Petroleum gibt Öl- und Gasfelder in der Nordsee für 1,1 Milliarden US-Dollar an Abu Dhabi ab.

Ohrfeige aus Washington

Neuaufträge würden erst dann wieder erteilt, wenn der Konzern hinreichend beweise, dass seine Praktiken den Geschäftsstandards der US-Regierung entsprächen. Laufende Verträge seien nicht betroffen. BP gehört zu den wichtigsten Lieferanten für das US-Verteidigungsministerium.

Hohe Strafzahlung an Washington

Erst vor kurzem wurde BP wegen der Ölkatastrophe vor zweieinhalb Jahren zu einer Überweisung von 4,5 Milliarden US-Dollar oder rund 3,5 Milliarden Euro an die US-Regierung verurteilt. Das ist die höchste Strafe, die je ein Unternehmen in den USA bezahlen musste. Der bisherige Rekordhalter war das Pharmaunternehmen Pfizer mit 1,2 Milliarden Dollar.

Bei der Explosion der Förderplattform im April 2010 waren elf Menschen ums Leben gekommen. 4,9 Millionen Barrel Öl - ein Fass enthält rund 159 Liter - liefen ins Meer. Ganze Küstenabschnitte wurden zerstört.

BP hatte in seiner Bilanz 38 Milliarden Dollar für die Kosten der Katastrophe zurückgestellt. 14 Milliarden mussten die Briten bereits an Reparatur- und Reinigungskosten zahlen, etwa für das Stopfen des Lecks. Neun Milliarden Dollar wurden an private Kläger ausgezahlt. Auf die Zahlung weiterer 7,8 Milliarden Dollar hat sich das Unternehmen mit Vertretern tausender Kläger geeinigt.

BP hat schon 36 Milliarden Dollar eingesammelt

Weil die Strafen für das Fehlverhalten das Unternehmen finanziell belasten, benötigt BP dringend neues Geld. Das staatlich kontrollierte Unternehmen Taqa übernehme Anteile an drei Feldern in der zentralen Nordsee, teilte Europas zweitgrößter Ölkonzern in London mit. Taqa ist zu drei Vierteln im Besitz des arabischen Emirates und produziert Öl und Gas im Mittleren Osten, der Nordsee, Indien und Nordamerika.

BP hat nach eigenen Angaben bisher insgesamt 36 Milliarden Dollar durch Verkäufe von Vermögenswerten eingenommen. Der Konzern benötigt insgesamt wohl deutlich mehr als 40 Milliarden Dollar, um die Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu begleichen. BP-Finanzvorstand Brian Gilvary sagte jüngst, dass nach weiteren Möglichkeiten gesucht werde, um die restlichen Finanzmittel aufzutreiben.

BP-Aufseher vor Gericht

Darüber hinaus müssen sich die beiden damals hochrangigsten BP-Aufseher auf der "Deepwater Horizon" im kommenden Jahr vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Außerdem soll einem weiteren damals ranghohem BP-Manager der Prozess gemacht werden. Ihm wird angelastet, Informationen über den Unfall vor dem US-Kongress verheimlicht und Ermittler angelogen zu haben.

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