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SoFFin widerspricht Gerüchten um Milliardenverlust

SoFFin widerspricht Gerüchten um Milliardenverlust

07.12.2012, 15:52 Uhr | AFP

SoFFin widerspricht Gerüchten um Milliardenverlust. Der Bankenrettungsfonds SoFFin kostet die Steuerzahler Milliarden (Quelle: imago images)

Der Bankenrettungsfonds SoFFin kostet die Steuerzahler Milliarden (Quelle: imago images)

Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) hat Berichte über einen neuen Milliardenverlust des Bankenrettungsfonds SoFFin zurückgewiesen. Entsprechende Meldungen seien falsch, teilte die FMSA in Frankfurt am Main mit. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor von einem Minus von fast drei Milliarden Euro berichtet.

Im vergangenen Jahr hatte der SoFFin noch mehr als 13 Milliarden Euro Defizit ausgewiesen. Für dieses Jahr berief sich die Zeitung auf vorläufige Schätzungen. Demnach führten vor allem neue Abschreibungen bei der Bad Bank der westdeutschen Landesbank WestLB zu dem Milliardenverlust.

Verlust von weniger als einer Milliarde

Die FSMA - sie führt die Geschäfte des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) - widersprach: Zum Stichtag 30. September habe der Rettungsfonds lediglich einen Verlust von 900 Millionen Euro gemacht.

Seit der SoFFin-Gründung Ende 2008 sei damit ein Minus von 23 Milliarden Euro zusammengekommen, teilte die FMSA mit. "Wie viel davon in der Endabrechnung bleibt, ist offen", räumte SoFFin-Chef, Christopher Pleister, allerdings ein. "Wir arbeiten mit allen Kräften daran, den aufgelaufenen Fehlbetrag zu verringern."

Rettungsfonds für wackelnde Banken

Der SoFFin kann im Notfall Garantien in Höhe von 400 Milliarden Euro und bis zu 80 Milliarden Euro Kredit an Banken gewähren. Den ersten SoFFin hatte der Bund nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 gegründet und mit einer Bürgschaft über 480 Milliarden Euro ausgestattet. Zur Absicherung der Banken in der Schuldenkrise wurde der SoFFin in gleicher Höhe Anfang 2012 neu aufgelegt.

Ende November beschloss der Bundestag eine Verlängerung des Bankenrettungsfonds um zwei weitere Jahre. Allerdings sollen künftig nicht mehr die Steuerzahler, sondern die Banken selbst für Fehlentwicklungen auf den Finanzmärkten haften. Anfang 2015 soll ein europäischer Rettungsfonds seine Arbeit aufnehmen. Mit Hilfe des SoFFin rettete der Bund unter anderem die Immobilienbank Hypo Real Estate und die Commerzbank.

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