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Puma baut Vorstand weiter um - Seiz verlässt Konzern


Puma baut Vorstand weiter um - Seiz verlässt Konzern

13.12.2012, 13:00 Uhr | dpa

Puma baut Vorstand weiter um - Seiz verlässt Konzern. Reiner Seiz, stellvertretender Vorstand des Sportartikelherstellers Puma AG (Quelle: dpa)

Reiner Seiz, stellvertretender Vorstand des Sportartikelherstellers Puma AG (Quelle: dpa)

Der Umbau bei Sportartikelhersteller Puma nimmt weitere Formen an. Mit Beschaffungschef Reiner Seiz verlässt der nächste Top-Manager das Unternehmen. Seiz habe seinen Vertrag nicht verlängert und scheide Ende Januar nach 23 Jahren bei Puma aus, teilte der Konzern in Herzogenaurach mit. Damit bleibt von den fünf bisherigen geschäftsführenden Direktoren, wie der Vorstand der Puma SE offiziell heißt, nur Vertriebschef Stefano Caroti übrig.

Puma-Chef muss Hut nehmen

Erst am Vortag war bekanntgeworden, dass der Vorstandsvorsitzende Franz Koch den MDAX-Konzern Ende März "in beiderseitigem Einvernehmen" verlässt - mitten in einer Umbruchphase und nach nur eineinhalb Jahren auf dem Chefsessel.

Neben dem 33 Jahre alten Strategiespezialisten gehen in den nächsten Wochen weitere Spitzenkräfte von Bord. Schon im Juli hatte Puma angekündigt, dass der auch für das operative Geschäft zuständige Finanzchef Klaus Bauer seinen bis Ende des Jahres laufenden Vertrag nicht verlängern wird. Bauer ist seit 1989 bei Puma und sitzt seit 2009 im Vorstand. Auch Marketingchef Antonio Bertone wird den Konzern nach 18 Jahren in zwei Wochen verlassen.

Krise belastet Unternehmen

Weil Puma schon das ganze Jahr über mit immer schlechter werdenden Zahlen kämpft, erhofft sich das Unternehmen neue Impulse durch die personellen Veränderungen. Im dritten Quartal brach der Überschuss um mehr als 85 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein. Gründe waren neben der schwachen Nachfrage in Europa vor allem hohe Kosten für Sparmaßnahmen und der verschärfte Konzernumbau. 80 Millionen Euro verschlang die Restrukturierung der Organisation in Europa, die Optimierung des eigenen Ladennetzes sowie der Umbau des Managements allein zwischen Juli und September.

Mehrheitsaktionär will die Kontrolle

Analysten vermuten zudem, dass der Mehrheitsaktionär PPR Puma noch enger an die Kandare nehmen möchte. Der französische Luxusgüterkonzern hält rund 82 Prozent der Anteile an Puma. Seit Anfang Dezember ist zudem der für die Sport & Lifestyle-Sparte bei PPR zuständige Jean-François Palus zugleich Verwaltungsratschef bei Puma.

Hausinterne Lösungen für Nachfolge vermutet

Wer den scheidenden Vorstandschef Koch ablösen wird, ist derzeit noch unbekannt. Branchenexperten vermuten, dass der Mehrheitsaktionär eine hauseigene Lösung aus dem großen PPR-Reich (Gucci, Saint Laurent Paris) präsentieren wird. Bereits offiziell ist, dass der bisherige Geschäftsbereichsleiter Finanzen, Michael Lämmermann, Finanzvorstand wird. Verantwortlicher für das operative Geschäft soll nach Informationen des "Manager Magazins" Adidas-Chefeinkäufer Andy Koehler werden. Puma hat diese Personalie bislang nicht bestätigt.

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