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UN warnen vor neuer weltweiter Rezession


UN warnen vor neuer weltweiter Rezession

19.12.2012, 12:53 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

UN warnen vor neuer weltweiter Rezession. Laut UN-Experten wird die Weltwirtschaft noch Jahre schwächeln (Quelle: Reuters)

Laut UN-Experten wird die Weltwirtschaft noch Jahre schwächeln (Quelle: Reuters)

Die Krise ist bald vorbei? Von wegen: Der Weltwirtschaft weht der Wind nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) weiter rau ins Gesicht. Die Experten sehen ihrem aktuellen Weltwirtschaftsbericht zufolge sogar die Gefahr eines Rückfalls in die Rezession. Sowohl in Europa als auch den USA und China drohten neue Risiken. Und auch Deutschland tut demnach zu wenig, um die Wirtschaft nachhaltig anzukurbeln.

Weltwirtschaft unter Druck

Das globale Wachstum ist laut UN in diesem Jahr deutlich zurückgegangen und wird auch die nächsten zwei Jahre schwach bleiben. "Eine Verschärfung der Euro-Krise, die "Fiskalklippe" in den USA und scharfer Wind in China könnten zu einer neuen globalen Rezession führen", sagte Rob Vos, der Autor der Studie. Jeder dieser Aspekte könne für ein Wirtschafts-Minus von ein bis drei Prozent verantwortlich sein.

Krise auf dem Stellenmarkt hält an

Schlechte Aussichten prognostiziert die UN auch dem Arbeitsmarkt: Zwar habe sich die Lage in diesem Jahr gebessert, aber das Wachstum reiche nicht aus, um die Krise auf dem Jobmarkt zu beenden. Europa und die USA würden - "wenn sie ihre Politik nicht ändern" - mindestens noch fünf Jahre brauchen, um die Stellenverluste der Krise 2008/2009 auszugleichen. "Nur einige wenige Länder in Europa, wie Österreich, Deutschland, Luxemburg und die Niederlande haben eine niedrige Arbeitslosenrate von etwa fünf Prozent", heißt es in dem Bericht.

Deutschland muss Binnennachfrage stärken

Zum schwächeren Wachstum in Deutschland schreiben die Experten, ein wichtiger Grund sei, dass der weltweite Handel deutlich an Schwung verloren habe. Dabei verfüge der deutsche Staat noch über Reserven, um die Binnennachfrage anzukurbeln.

Andere EU-Länder verlangen von Deutschland, die Bundesrepublik solle die Nachfrage im Land stärken, etwa durch Lohnerhöhungen. Zuletzt hatten viele deutsche Ökonomen ihre Prognosen für das kommende Jahr nach unten korrigiert.

Auch Entwicklungsländer spüren Krise

Die wirtschaftlichen Probleme in Europa, den USA und Japan hätten auch erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklungsländer. Exporte aus der Dritten Welt würden erschwert, die Investitionen in die nationalen Wirtschaften blieben aus. Gerade in diesen Ländern sei die Arbeitslosigkeit ein enormes Problem.

Als Ergebnis ihrer Analyse rufen die Autoren des Berichts zu einer international abgestimmten Finanzpolitik auf. Damit könnten Arbeitsplätze geschaffen und eine umweltschonendere Wirtschaft angeschoben werden.

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