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Goldpreis weiter am sinken


Edelmetalle  

Ausblick 2013: Gold wird Aufwärtstrend fortsetzen

21.12.2012, 15:51 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, mmr

Goldpreis weiter am sinken. Gold hat zuletzt ein wenig an Glanz verloren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gold-Münzen und -Barren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gold ist in den vergangenen Wochen etwas günstiger geworden. Auf das Jahreshoch von knapp 1800 Dollar bzw. 1380 Euro pro Feinunze (31,1 Gramm) folgte eine deutliche Goldpreis-Korrektur. Aktuell kostet die Feinunze Gold rund 1650 Dollar bzw. 1250 Euro. Wer seine Gold-Bestände aufstocken möchte, findet derzeit recht günstige Bedingungen. Die meisten Experten sind sich einig: Die Aussichten auf weitere Kursgewinne sind für 2013 gut.

Inflationsängste begünstigen Goldpreis-Aufschwung

Seit etwa zwölf Jahren gibt es beim Goldpreis einen Aufwärtstrend. Glaubt man den Rohstoff-Experten, wird auch 2013 ein gutes Jahr für das Edelmetall. Mit Blick auf die extrem expansive Geldpolitik der weltweit führenden Notenbanken und der damit verbundenen Inflationsangst gehen viele Investoren auf Nummer sicher. Fachleute erwarten einen weiter steigenden Goldpreis. Die meisten Experten sind sich allerdings auch einig, dass das gelbe Edelmetall den Rekordpreis bei 1920 US-Dollar je Feinunze vom September 2011 im neuen Jahr wohl nicht knacken kann.

Goldpreis in US-Dollar: Aufwärtstrend seit gut zehn Jahren (Quelle: kitco.com)Goldpreis in US-Dollar: Aufwärtstrend seit gut zehn Jahren (Quelle: kitco.com) Gold bleibt attraktive Anlageform

Immerhin sehen Fachleute wie Thilo Heidrich von der Postbank "für 2013 ein weiteres Anstiegspotential für den Goldpreis". Einen wichtigen Preistreiber sieht Heidrich bei den extrem niedrigen Zinsen. Sie sorgen dafür, dass Gold im Vergleich zu anderen Anlageformen weiter seine "Attraktivität behalten wird". Die Postbank geht davon aus, dass der Goldpreis bis Ende 2013 auf 1900 Dollar steigen wird. Eine ähnliche Entwicklung erwartet auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Hier rechnen Experten im Schlussquartal 2013 mit einem Goldpreis bei 1850 Dollar.

Wie begehrt Gold ist, macht Rohstoffexperte Wolfgang Pflüger von der Berenberg Bank an einer Zahl deutlich: Von der gesamten Goldmenge, die jemals gefördert wurde, "ist noch etwa 90 Prozent in welcher Form auch immer erhalten geblieben." Gold ist eben kein Rohstoff der einfach verbraucht wird. Mittlerweile schätzt Pflüger den gesamten Goldbestand weltweit auf etwa 170.000 Tonnen.

Deutsche Privathaushalte horten Gold

Ein großer Teil der weltweiten Goldreserven wird übrigens in deutschen Privathaushalten gehortet. Laut einer Studie der privaten Berliner Steinbeis-Hochschule im Auftrag des Goldhändlers Heraeus besitzen Deutsche derzeit Gold im Wert von fast 400 Milliarden Euro. Jeder zweite der heimischen Goldbesitzer deponiert der Studie zufolge seinen Schatz nicht bei einer Bank, sondern in den eigenen vier Wänden.

Während die Sorge vor einer steigenden Inflation immer wieder als einer der wichtigsten Preistreiber beim Gold genannt wird, hatte sich die Nachfrage nach dem Edelmetall im ablaufenden Jahr vergleichsweise nur moderat entwickelt. Dagegen sei das Kaufinteresse der Notenbanken und der Finanzinvestoren zuletzt wieder gestiegen. "Im November hielten die Emittenten von Goldzertifikaten und ähnlichen Instrumenten Rekordbestände von knapp 2400 Tonnen Gold", sagte Experte Wolfgang Pflüger von der Berenberg Bank, der auch einen Vergleich lieferte: In allem Goldminen der Welt werden pro Jahr 2800 Tonnen Gold gefördert.

Preistreiber bleiben bestehen

Der Blick auf diese Zahlen lässt für Pflüger nur einen Schluss zu: "Die bisherige Entwicklung des Goldpreises ist nachvollziehbar und ökonomisch rational." Es gebe keinen Grund, warum das Gold nicht auch im neuen Jahr hoch in der Gunst der Anleger stehen wird. "Zum Jahreswechsel 2012/2013 gibt es kaum erkennbare Anzeichen für einen abrupten Trendwechsel." Nach Einschätzung von Pflüger bleiben die Preistreiber unverändert bestehen. Allen voran die extrem expansive Geldpolitik der führenden Notenbanken. Außerdem werde der Wohlstand in traditionell starken Nachtfrageländern Indien und China weiter zunehmen.

Einflussreichste Investmentbank skeptisch gegenüber Gold

Allerdings ist der Goldpreis in den vergangenen Jahren schon mächtig gestiegen und manche Experten sehen mittlerweile das Ende des Höhenflugs gekommen. Für Aufsehen sorgte vor allem die Skepsis der Rohstoffexperten von Goldman Sachs. Die einflussreichste Investmentbank der Welt gab zwar keine Verkaufsempfehlung für Gold, rechnet für 2013 aber nicht mehr mit einem größeren Preisanstieg.

Skeptisch zeigten sich auch Experten der Dekabank. Seit mehr als einem Jahr tritt der Goldpreis mit großen Schwankungen auf der Stelle. Zuletzt kostete eine Feinunze 1670 Dollar. Die vergleichsweise geringe Nachfrage nach dem Edelmetall im Jahr 2012 ist nach Einschätzung der Dekabank auf einen Dämpfer bei Goldmünzen und Goldbarren zurückzuführen, aber auch die Schmucknachfrage sei im Vorjahresvergleich etwas gesunken.

Extrem-Szenario der Saxo Bank

Einen recht unwahrscheinlichen Einbruch der Goldpreise spielt die Saxo Bank in ihren "Outrageous Predictions" durch: Gold korrigiert demnach stark und fällt auf 1200 US-Dollar pro Feinunze Als Begründung wird aufgeführt, dass die Stärke des US-Aufschwungs 2013 den Markt und insbesondere Goldinvestoren überrascht. Diese Tatsache sowie eine schwächere Nachfrage nach physischem Gold aus China und Indien – beide haben mit Wachstumsschwäche und steigender Arbeitslosigkeit zu kämpfen – führten zur Auflösung von Goldbeständen.

Auch neuer Gold-Rekord ist möglich

Es gibt aber auch Optimisten, die 2013 einen neuen Rekord beim Goldpreis erwarten. "Aus Sorge vor Kaufkraftverlust durch negative Realzinsen und Währungsabwertung dürften Anleger nach wie vor Zuflucht in Gold als wertstabile Anlage und alternative Währung suchen", schreibt Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank in einem Ausblick. Ihrer Einschätzung nach werden Zentralbanken 2013 das vierte Jahr in Folge als Netto-Käufer auf dem Goldmarkt auftreten. "Wir gehen davon aus, dass der Goldpreis die Marke von 2000 Dollar je Feinunze erreichen wird", heißt es weiter.

Charttechnisch betrachtet müsste für neue Höchstkurse zunächst die Widerstands-Zone 1770 bis 1800 Dollar überwunden werden. In den kommenden Wochen sollte als Voraussetzung dafür der mittelfristige Aufwärtstrend bei 1635 Dollar nicht unterschritten werden.

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