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Siemens kippt 1100 Jobs im Energiesektor


Siemens kippt 1100 Jobs im Energiesektor

21.12.2012, 12:38 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Siemens kippt 1100 Jobs im Energiesektor. Die von Siemens Power Generation neu entwickelte Gasturbine SGT5-8000H (Quelle: Siemens AG/dpa)

Die von Siemens Power Generation neu entwickelte Gasturbine SGT5-8000H (Quelle: Siemens AG/dpa)

Schlechte Nachricht für Siemens-Mitarbeiter noch vor Weihnachten: Das Unternehmen macht ernst mit dem angekündigten Sparprogramm und kippt 1100 Stellen in seiner Energiesparte in Deutschland. Betroffen sind die Standorte Erlangen, Offenbach, Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Berlin, wie ein Sprecher sagte.

Der Stellenabbau soll bis Oktober 2013 abgeschlossen sein und wenn möglich ohne Kündigungen erfolgen. "Wir wollen das sozialverträglich machen. Wir suchen freiwillige Lösungen", erklärte der Siemens-Sprecher. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern liefen.

Milliarden-Sparprogramm angekündigt

Siemens-Chef Peter Löscher will konzernweit in den nächsten zwei Jahren sechs Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder so profitabel zu machen wie die Konkurrenten. Dazu soll der Energiesektor gut die Hälfte beitragen. Handlungsbedarf bestehe vor allem im Geschäft mit fossilen Kraftwerken und im Öl- und Gasgeschäft, sagte der Sprecher.

Das Geschäft mit Dampfturbinen für Kohlekraftwerke in Europa und den USA sei praktisch zum Erliegen gekommen. Die Hauptkunden in Indien und China würden über Lizenzen und Partnerschaften beliefert, nicht aus Deutschland. Außerdem fahre Siemens sein Geschäft mit konventioneller Technik für Atomkraftwerke herunter. Und schließlich breche das Öl- und Gasgeschäft im Iran wegen der EU-Sanktionen weg. Abschreibungen beim finnischen Atomkraftwerk Olkiluoto und im Iran hatten Siemens im vergangenen Jahr eine halbe Milliarde Euro gekostet.

Bis 2014 stehen 5100 Jobs auf der Kippe

Insgesamt will das Unternehmen nach Berechnungen der IG Metall in Deutschland den nächsten zwei Jahren rund 5100 Arbeitsplätze streichen. Weitere 1400 Stellen sollten ausgelagert oder durch Verkauf an andere Firmen übertragen werden.

Betriebsbedingte Kündigungen sind durch einen unbefristeten Vertrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung im Prinzip ausgeschlossen, aber in bestimmten Fällen mit Zustimmung von Betriebsrat und IG Metall möglich. Die Siemens AG hatte ihre Mitarbeiterzahl im Kerngeschäft in Deutschland im vergangenen Jahr um 3000 auf 119.000 erhöht.

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