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SinnLeffers bekommt neuen Besitzer: Wöhrl übernimmt 2000 Mitarbeiter


Neuer Besitzer für Modekette SinnLeffers

04.01.2013, 14:17 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

SinnLeffers bekommt neuen Besitzer: Wöhrl übernimmt 2000 Mitarbeiter. Die Modekette SinnLeffers bekommt einen neuen Eigentümer (Quelle: dpa)

Die Modekette SinnLeffers bekommt einen neuen Eigentümer (Quelle: dpa)

Der Nürnberger Unternehmer Gerhard Wöhrl übernimmt die Textilhandelskette SinnLeffers und erhöht damit die Zahl seiner Modehäuser in Deutschland deutlich. Insgesamt werde die Unternehmensgruppe damit künftig deutschlandweit 60 Modehäuser mit mehr als 4000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 600 Millionen Euro betreiben, teilte Wöhrl mit.

Marken sollen erhalten bleiben

Beide Marken sollen nach dem Willen des neuen Besitzers erhalten bleiben. Auch ein Personalabbau sei derzeit nicht geplant, hieß es in Hagen. "SinnLeffers passt perfekt zu Wöhrl", erklärte der Unternehmer. Die Modekette Wöhrl ist derzeit mit 38 Standorten in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt präsent. SinnLeffers hat seinen Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen.

Die Transaktion muss allerdings noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Bereits Ende Dezember sei bei der Behörde ein Antrag auf den Zusammenschluss eingegangen, meldete die "Welt". Überschneidungen gibt es lediglich an den Standorten Dresden, Magdeburg und München. Alle Häuser würden fortgeführt, betonten die Unternehmen. Zum Kaufpreis machten die Beteiligten keine Angaben.

Gespräche sollen seit Monaten laufen

Schon seit langem kursierten Gerüchte, nach denen die beiden Textilhändler mit einander im Gespräch sind, heißt es in dem Bericht. "Wöhrl muss etwas tun. Alleine ist die Kette auf Dauer zu klein", zitierte die Zeitung den Chef einer Textilkette aus Süddeutschland, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Der durch die Preiskämpfe am deutschen Modemarkt immer weiter steigende Druck dürfte einer der Hauptgründe für Wöhrl gewesen sein, bei SinnLeffers zuzuschlagen, schrieb die "Welt".

Nach Planinsolvenz wieder in schwarzen Zahlen

Das Familienunternehmen Wöhrl erzielte nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2010/11 mit 2400 Mitarbeitern an 38 Standorten vor allem in Süd- und Ostdeutschland einen Umsatz von 346 Millionen Euro. SinnLeffers beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter in 22 Häusern insbesondere in Nord- und Westdeutschland. Der Jahresumsatz liegt nach Angaben des Sprechers bei gut 300 Millionen Euro.

SinnLeffers gehörte bis 2005 zum Essener KarstadtQuelle-Konzern, bis die Kette von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde. 2008 meldete SinnLeffers eine Planinsolvenz an und ist seit dem Ende des Verfahrens mit deutlich verkleinertem Ladennetz und halbierter Mitarbeiterzahl am Markt. Die Zahl der Filialen verringerte sich von 47 auf weniger als die Hälfte. Schon im ersten Geschäftsjahr nach der Insolvenz hatte SinnLeffers nach eigenen Angaben wieder Gewinn erwirtschaftet.

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