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Daimler AG: China-Staatsfonds steigt als Großaktionär ein


Automobilkonzern  

China-Staatsfonds steigt groß bei Daimler ein

08.01.2013, 13:09 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Daimler AG: China-Staatsfonds steigt als Großaktionär ein. Mercedes-Stern vor der verbotenen Stadt in Peking: China offenbar bald Großaktionär bei Daimler (Quelle: dapd)

Mercedes-Stern vor der verbotenen Stadt in Peking (Quelle: dapd)

Chinesen haben Interesse an Mercedes: Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor Aabar aus Abu Dhabi könnte der deutsche Autobauer nun einen neuen Großaktionär in China gefunden haben. Wie die staatliche chinesische Zeitung "People's Daily" auf ihrer Internetseite unter Berufung auf Insider schreibt, will der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) bis zu zehn Prozent der Daimler-Anteile kaufen. Diese hätten einen Marktwert von bis zu 4,5 Milliarden Euro. Die Daimler-Aktie legte an der Börse entgegen dem schwächeren Markttrend zu.

Noch keine offizielle Bestätigung

Der China-Fonds habe den Bericht nicht kommentieren wollen, schreibt das Blatt. Hingegen hieß es unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person bei der Nachrichtenagentur Dow Jones, CIC spreche nicht über einen Anteilskauf. Eine Sprecherin des DAX-Konzerns sagte am Montag auf Anfrage, dass Daimler wie üblich "Medienspekulationen" nicht kommentiere. Zum Thema generell sagte sie: "Wir heißen immer neue Investoren willkommen, da wir an einer ausgewogenen Aktionärsstruktur interessiert sind."

Feindliche Übernahme droht wegen hohem Streubesitz

Ähnlich hatte sich Daimler-Chef Dieter Zetsche vor wenigen Tagen in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" geäußert: "Generell wollen wir so attraktiv für potenzielle Investoren sein, dass wir mehr langfristige Aktionäre für uns gewinnen. Dabei sind uns auch Investoren aus China willkommen." Im Gegensatz zu BMW oder VW, die mit der Familie Quandt beziehungsweise den Familien Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen große Anker-Aktionäre im Boot haben, befinden sich die Daimler-Aktien weitgehend im Streubesitz. Bei sinkendem Börsenwert - etwa während einer konjunkturellen Krise - droht Daimler damit theoretisch eine feindliche Übernahme.

Kuwait bislang größter Daimler-Aktionär

Im vergangenen Oktober hatte der Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi seine verbliebenen Stimmrechtsanteile abgestoßen und hält nun nur noch indirekt Zugriffsrechte auf Daimler-Papiere. Kuwait ist seither mit knapp acht Prozent der größte Daimler-Investor.

Bereits Ende 2011 hatte es in Deutschland Spekulationen um einen CIC-Einstieg bei Daimler gegeben. Damals hatte das "Manager Magazin" unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, dass man einen chinesischen Investor für eine fünf- bis zehnprozentige Beteiligung suche. CIC galt schon damals als Favorit.

Chinesen auch beim Londoner Großflughafen engagiert

Der Staatsfonds CIC war im Oktober mit zehn Prozent beim Betreiber des Londoner Flughafens Heathrow eingestiegen. Im Januar 2012 hatte CIC sich beim britischen Energieversorger Thames Water eingekauft. Der Staatsfonds war 2007 gegründet worden, um einen Teil der riesigen Devisenreserven anzulegen. China hat die größten Devisenreserven der Welt, Ende September 2012 betrugen sie 3,3 Billionen Dollar.

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