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EU: Kluft zwischen Nord und Süd wird immer größer


EU zerfällt: armer Süden und reicher Norden

08.01.2013, 14:41 Uhr | dpa, dapd, t-online.de

EU: Kluft zwischen Nord und Süd wird immer größer.  (Quelle: dpa)

Lange Schlange vor einem spanischen Arbeitsamt (Quelle: dpa)

Die Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf einen neuen Rekord getrieben. Im November waren in den 17 Ländern mit der Gemeinschaftswährung 18,8 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren das über zwei Millionen mehr, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Gleichzeitig vergrößert sich EU-weit die Kluft zwischen dem von Arbeitslosigkeit und Armut besonders betroffenen Süden und dem besser gestellten Norden immer weiter, wie aus dem Sozialbericht der EU-Kommission hervorgeht.

Die höchsten Arbeitslosenanteile wiesen wie schon zuvor Spanien (26,6 Prozent) und Griechenland (26 Prozent im September) auf. Damit war hier mehr als jeder Vierte ohne Job. In den Krisenländern sind die Zahlen zudem besonders rasant geklettert: In Griechenland stieg die Quote zwischen September 2011 und September 2012 um 7,1 Prozentpunkte. In Spanien lag der Anstieg bei 3,6 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres.

Österreich mit geringstem Arbeitslosenanteil

Demgegenüber gehörte Deutschland mit 5,4 Prozent zu den Ländern mit der niedrigsten Quote. Die anteilig wenigsten Arbeitslosen hatte Österreich (4,5 Prozent). In Luxemburg und den Niederlanden sind es weniger als sechs Prozent.

Wie es heißt, trifft die Krise junge Menschen besonders hart. So war Eurostat zufolge fast jeder Vierte unter 25 Jahren in der Eurozone ohne Arbeit. In Griechenland und Spanien fällt dieser Wert noch dramatischer aus. Hier war jeder zweite junge Mensch ohne Arbeit. In der Slowakei und Italien war mehr als jeder Dritte junge Mensch arbeitslos.

"Neue Kluft"

Analog zu den Zahlen von Eurostat belegt der Sozialbericht der EU-Kommission eine alarmierende Spaltung Europas, die sich in den vergangenen fünf Jahren noch verschärft hat. Der Süden und Osten versinken in Armut und Arbeitslosigkeit, der Norden und besonders Deutschland steigen auf.

Von einer "neuen Kluft" sprach Sozialkommissar Lázsló Andor in Brüssel. Und er ist pessimistisch für die Zukunft: Die Randstaaten "scheinen in der Abwärtsspirale von Leistungsabfall, schnell steigender Arbeitslosigkeit und erodierenden Einkommen gefangen", schreiben seine Experten.

Lag die Arbeitslosenquote in Nord und Süd vor fünf Jahren noch nahezu gleichauf, klafft sie heute 7,5 Prozentpunkte auseinander. Bei den Langzeitarbeitslosen ging die Quote für alle EU-Länder von 2009 bis 2012 von drei auf 4,6 Prozent hoch. Besonders hart betroffen sind die Slowakei, Spanien, Griechenland, Irland und die drei Baltenstaaten Estland, Litauen und Lettland. Dort ist mehr als jeder siebte der aktiven Bevölkerung dauerhaft ohne Arbeit.

"Verschlechterung der sozialen Lage"

Parallel dazu sind die realen Einkommen der Haushalte in zwei Dritteln der Mitgliedsstaaten gesunken. In Griechenland haben Familien gegenüber 2009 fast ein Fünftel weniger Geld (17 Prozent), in Spanien acht und auf Zypern sieben Prozent weniger.

In den Nordländern, in Deutschland, Frankreich und Polen haben die Menschen dagegen trotz Krise mehr in der Tasche. "2012 war für Europa ein weiteres sehr schlechtes Jahr, was die Verschlechterung der sozialen Lage betrifft", sagte Andor.

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