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Volkswagen will mehr Kontrolle bei MAN


Volkswagen will mehr Kontrolle bei MAN

10.01.2013, 10:48 Uhr | dpa

Volkswagen will mehr Kontrolle bei MAN. VW besitzt bereits die Mehrheit an MAN (Quelle: dpa)

VW besitzt bereits die Mehrheit an MAN (Quelle: dpa)

Deutschlands größter Automobilhersteller Volkswagen (VW) strebt den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit dem Lkw- und Maschinenbauer MAN an. Dazu würden Gespräche mit dem Vorstand aufgenommen, teilte VW in Wolfsburg mit. Volkswagen hat bereits eine Dreiviertel-Mehrheit bei MAN. Zugleich gab es Berichte, dass die Zusammenarbeit zwischen VW und Daimler bei großen Transportern vor dem Aus steht.

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag werde eine verstärkte und vereinfachte Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und MAN angestrebt und damit die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen. Einen solchen Vertrag hat VW auch mit Audi abgeschlossen. Damit kann der Autokonzern auch für das Unternehmen nachteilige Entscheidungen im Interesse des Konzernvorteils insgesamt durchsetzen. Dafür reichen 75 Prozent der anwesenden Stimmen auf der Hauptversammlung.

Konzern will Arbeitnehmerrechte respektieren

Volkswagen halte derzeit 75,03 Prozent der Stimmrechte der MAN SE, hieß es. Der Unternehmen bekräftigte, dass die Geschäftstätigkeit von MAN unter Beibehaltung der markenspezifischen Eigenschaften und Geschäftsfelder im Volkswagen-Konzern fortgeführt werde. Zudem respektiere Volkswagen die Arbeitnehmerrechte in vollem Umfang.

Zeitung: VW will Crafter ohne Daimler bauen

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete zudem, dass VW sein Modell VW-Crafter künftig nicht mehr mit dem Stuttgarter Daimler-Konzern, sondern alleine planen und bauen will. Unternehmenskreise bestätigten der Nachrichtenagentur dpa Überlegungen zum Alleingang bei VW.

Der VW-Crafter wird mit dem Mercedes-Sprinter in den Daimler-Werken Düsseldorf und Ludwigsfelde produziert. Beide Seiten wollten den Bericht nicht kommentieren. Nach Informationen werden die noch laufenden Verhandlungen zur Zukunft der bis ins Jahr 2016 reichende Kooperation spätestens im Frühling abgeschlossen.

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