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Jürgen Fitschen: Ärger für Deutsche-Bank-Chef reißt nicht ab

Jürgen Fitschen: Ärger für Deutsche-Bank-Chef reißt nicht ab

10.01.2013, 10:49 Uhr | t-online.de, AFP

Jürgen Fitschen: Ärger für Deutsche-Bank-Chef reißt nicht ab. Jürgen Fitschens weiße Weste hat Flecken bekommen (Quelle: Reuters)

Jürgen Fitschens weiße Weste hat Flecken bekommen (Quelle: Reuters)

Der Co-Chef der Deutschen Bank kommt derzeit nicht aus den Negativschlagzeilen heraus: Für seinen Beschwerdeanruf beim hessischen Ministerpräsidenten nach der Steuerrazzia bei dem Geldhaus, für den er sich bereits entschuldigt hatte, hat sich Jürgen Fitschen jetzt noch einmal gerechtfertigt. Zudem ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft in der Affäre bereits seit Ende August 2011 gegen ihn, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet.

Fahnder hielten Ermittlungen geheim

Damals war Fitschen noch einfaches Vorstandsmitglied. Seinen Posten als Vorstandschef trat er zusammen mit Anshu Jain erst Mitte 2012 an. Dem Bericht zufolge wusste außer den Ermittlern damals noch niemand von dem Verfahren, auch Fitschen nicht.

Laut der Zeitung lief zu dem Zeitpunkt eine Vielzahl von Verfahren gegen die Bank - und Fitschen habe von Anfang an den traditionellen, ehrlichen Banker verkörpern sollen. Wären die Vorwürfe publik geworden, hätte das sofort den Aufsichtsrat alarmiert. Fitschen hätte seinen Posten dann womöglich nicht antreten können, schreibt die "SZ".

Kritik an Bildern von Razzia

Indes versucht Fitschen nun, der Kritik an seiner Intervention bei Volker Bouffier entgegenzuwirken. "Ich wollte in der Tat den Ministerpräsidenten darauf aufmerksam machen, dass das, was hier geschehen war, unverhältnismäßig ist", sagte er einem Bericht des "Weser-Kurier" zufolge bei einem Neujahrsempfang seiner Bank im Bremer Park Hotel.

Die Durchsuchung der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt Mitte Dezember durch 500 Beamte habe er "nicht angemessen" gefunden. Die Bilder der Durchsuchung, die wenig später um die Welt gingen, seien für die Bank "desaströs und schädigend" gewesen. "Das wollte ich zum Ausdruck bringen, nicht den Prozess beeinflussen." Keinesfalls habe er damit seine Macht als Bankchef nutzen und sich über den Staat stellen wollen.

Fitschen von Vorwürfen unbeeindruckt

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung beim Handel mit C02-Emissionszertifikaten, Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung gegen mehrere Mitarbeiter der Deutschen Bank - darunter Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause, weil sie die Umsatzsteuer-Erklärung 2009 der Bank unterschrieben hatten. Vom eigentlichen Verfahren zeigte sich Fitschen laut "Weser-Kurier" unbeeindruckt: "An den Vorwürfen ist nichts dran - ich habe kein schlechtes Gewissen."

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