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Bundesagentur sieht sich für eine Rezession schlecht gerüstet


Bundesagentur sieht sich für eine Rezession schlecht gerüstet

13.01.2013, 12:26 Uhr | dapd

Bundesagentur sieht sich für eine Rezession schlecht gerüstet. Die Arbeitsagentur befürchtet große Probleme bei Rezession (Quelle: dpa)

Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt fällt in diesem Jahr bescheiden aus (Quelle: dpa)

Eine erneut schwere Rezession in Deutschland könnte den Arbeitsmarkt nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) schnell überfordern. In einer tiefen Krise könnte der Markt "maximal ein Jahr" standhalten, sagte der Vorstandsvorsitzende der BA, Frank-Jürgen Weise, der "Wirtschaftswoche" in einem Vorabbericht.

Kurzarbeit auf Pump finanzieren

Die Arbeitszeitkonten der Betriebe seien zwar wieder gut gefüllt, aber noch nicht auf Vorkrisenniveau. Vor allem fehlten der Bundesagentur anders als in der jüngsten Krise von 2008 und 2009 die Mittel, um in größerem Ausmaß Kurzarbeit zu finanzieren.

"Die Kurzarbeit könnten wir aus eigener Kraft nicht mehr in dem Ausmaß finanzieren wie damals - weil die hohen Rücklagen der Bundesagentur weg sind und wir nach der Beitragssenkung 2012 nicht die Möglichkeit hatten und haben, nennenswerte neue Reserven aufzubauen", erklärte Weise. Im Krisenfall müsste die BA Kredite aufnehmen und Kurzarbeit auf Pump finanzieren.

Für das laufende Jahr rechne die BA nach Angaben von Weise mit 100.000 Kurzarbeitern, hat aber finanzielle Vorsorge für 180.000 getroffen - das wären fast drei Mal so viele wie 2012. Entsprechend habe die Agentur ihren Etat für Kurzarbeit auf 600 Millionen Euro verdreifacht.

"In einer echten Krise würde das vorne und hinten nicht reichen", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Auf dem Höhepunkt der vergangenen Rezession gab es etwa 1,7 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland.

Bundesagentur sieht Fehlentwicklungen bei Zeitarbeit

Weitere Baustellen sehe die Bundesagentur zudem bei den Zeitarbeitsfirmen, weshalb sie einem weiteren Medienbericht zufolge ihre Zusammenarbeit mit den Firmen auf den Prüfstand stellen will. Hier gebe es "Fehlentwicklungen", sagte BA-Chef Weise der Zeitung "Die Welt". Hintergrund ist, dass ein immer größer werdender Anteil von Arbeitslosen in die Zeitarbeit vermittelt wird statt in normale Arbeitsverhältnisse.

Deshalb habe die BA ein Diskussionspapier zu dem Problem erarbeitet. Darin wird laut "Welt" kritisiert, dass Jobvermittler besonders große Anreize haben, Stellenlose in Zeitarbeit zu vermitteln. "Der Vorstand wird gemeinsam mit Führungskräften, Mitarbeitern und der Personalvertretung die weitere Entwicklung der Organisation beraten", sagte Weise.

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