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Deutsche Bundesbank will Gold aus New York und Paris zurückholen


Bundesbank will deutsches Gold zurückholen

16.01.2013, 14:57 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

Deutsche Bundesbank will Gold aus New York und Paris zurückholen. Die Bundesbank verfügt über rund 3000 Tonnen Gold (Quelle: dpa)

Die Bundesbank verfügt über rund 3000 Tonnen Gold (Quelle: dpa)

Die Bundesbank will bis 2020 fast 700 Tonnen ihrer Goldreserven aus dem Ausland nach Deutschland zurückholen. Ziel sei, dann die Hälfte der 3391 Tonnen deutsche Goldreserven in eigenen Tresoren im Inland zu lagern, erklärte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in Frankfurt. Die Bestände in New York werden schrittweise um 300 Tonnen verringert, der Lagerort Paris mit seinen derzeit 374 Tonnen soll ganz aufgegeben werden. Der Großteil des deutschen Goldes lagert aus historischen Gründen im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed.

Reaktion auf Bericht des Bundesrechnungshofs

Mit der veränderten Goldlagerung reagiert die Notenbank den Angaben zufolge auch auf einen Bericht des Bundesrechnungshofes. Dieser prüft die Jahresabschlüsse der Bundesbank und hatte ihr empfohlen, ein aktuelles Lagerstellenkonzept zu erstellen und zu dokumentieren.

Der Rechnungshof hatte in dem im Oktober bekannt gewordenen Bericht auch kritisiert, dass die in den Tresoren im Ausland gelagerten deutschen Reserven noch nie auf ihre "körperliche Zusammensetzung" und Echtheit überprüft worden seien.

Größter Anteil derzeit bei Fed gebunkert

Derzeit lagert das Gold der Bundesbank in New York, London, Paris und Frankfurt am Main, wie die Zeitung meldete. In der US-Notenbank Fed ruhen demnach 45 Prozent der insgesamt 3391 Tonnen Gold, in der Bank of England in London 13 Prozent, in der Banque de France in Paris elf Prozent und im Hauptsitz in Frankfurt 31 Prozent.

Ursprünglich hatte die Bundesrepublik zur Zeit des Kalten Krieges und der deutschen Teilung aus Sicherheitsgründen ihr Gold auf verschiedene Partnerländer verteilt, darunter Frankreich. Dieses Argument gelte aber nicht mehr, schrieb die Zeitung. Gegen Paris spreche noch ein weiteres Argument: Anders als in London oder New York bekäme die Bundesbank im Falle einer Weltwährungskrise keine Devisen.

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