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George Soros warnt vor Währungskrieg


Star-Investor Soros warnt vor Währungskrieg

25.01.2013, 12:57 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

George Soros warnt vor Währungskrieg. US-Starinvestor George Soros spricht sich für eine lockere Geldpolitik aus (Quelle: Reuters)

US-Starinvestor George Soros spricht sich für eine lockere Geldpolitik aus (Quelle: Reuters)

Der US-Milliardär und Star-Investor George Soros hat Deutschland für seinen einseitigen Sparkurs kritisiert. Soros sagte dem Sender CNBC am Rand des Weltwirtschaftsforums in Davos: "Die Deutschen glauben an Einsparungen, und der Rest der Welt glaubt an geldpolitische Lockerungen." Die größte Gefahr sei deshalb ein Währungskrieg. In der Krise immer neues Geld zu drucken funktioniere jedoch, denn es vermeide eine wirtschaftliche Depression.

Soros lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Finanzpolitik der USA und Japans. Japan hatte zuletzt eine expansive Geldpolitik eingeleitet, um die jahrelange Phase der Deflation zu beenden, unter der das Land gelitten habe, wie Soros sagte. Das habe den Yen bereits wie gewünscht geschwächt. Der Euro stattdessen werde womöglich aufwerten, und das könnte in Deutschland eine Rezession auslösen oder das Wirtschaftswachstum zumindest verlangsamen.

Wachstum als Rezept gegen Schulden

Den USA riet Soros, vorerst nicht zu sparen, sondern für mehr Arbeitsplätze zu sorgen. Ein wiederkehrendes Wachstum sei nötig um die Schulden senken zu können. Fed-Chef Ben Bernanke verfolge hier den richtigen Weg. Die Schwierigkeit sei jedoch, das überschüssige Geld wieder aus dem Markt zu nehmen, sobald die Wirtschaft anspringt. Denn dann würden die Zinsen steigen und die Erholung stoppen. Dies sei jedoch besser, als gar nichts zu tun.

Erleichterung darüber, dass sich die Schuldenkrise in der Eurozone zuletzt beruhigt hat, hält Soros für verfrüht. Denn die grundlegenden Probleme seien nicht gelöst worden. Es gebe nun eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Euro-System - die Gläubiger und die Schuldner. Exzessives Sparen der Regierungen würge jedoch die Wirtschaft ab, und damit steige die Schuldenquote, die in Relation zum Bruttoinlandsprodukt gemessen wird. Eine Rezession erhöhe damit automatisch die Schuldenlast. Für die nächsten ein bis zwei Jahre sagte Soros der EU deshalb weiter eine heikle Zeit voraus.

Auch Lagarde fordert mehr Zeit zum Sparen

Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat ihre Kritik an den starren EU-Sparzielen erneuert. "Es ist besser, (...) sich ein bisschen mehr Zeit zu nehmen als einen Gewaltmarsch hinzulegen", sagte die Französin dem TV-Sender France 2 beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die europäischen Staaten sollten gemeinsam eine solche Entscheidung treffen. "Es darf nicht sein, dass Frankreich allein, Spanien allein, Griechenland allein sagen: 'Das ist zu hart für mich, ich werde es langsamer machen'", forderte Lagarde.

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