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Bei Solarworld droht ein Schuldenschnitt - Aktie stürzt ab


Solarbranche  

Bei Solarworld droht ein Schuldenschnitt - Aktie stürzt ab

25.01.2013, 11:34 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de

Bei Solarworld droht ein Schuldenschnitt - Aktie stürzt ab. Solarworld gerät in finanzielle Schieflage  (Quelle: dpa)

Solarworld rutscht immer tiefer in die Krise (Quelle: dpa)

Die Krise in der Solar-Branche zieht ihre Kreise. Nun steckt auch das einstige Vorzeige-Unternehmen Solarworld im Strudel und ringt ums Überleben. Die Aktie von Solarworld bricht am Freitag um mehr als ein Viertel an der Börse ein.

Gläubiger müssen wohl auf Rückzahlung verzichten

Solarworld kämpft um seine Zukunft. Die Krise in der Solarbranche und der harte Wettbewerb mit China bringen den Bonner Konzern finanziell immer stärker in Bedrängnis. Gläubigern droht nun der Schuldenschnitt. Es stünden "gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft, insbesondere den ausgegeben Anleihen und Schuldscheindarlehen" an, teilte das Unternehmen mit. Nach Ansicht von Experten steht wahrscheinlich ein Gläubigerverzicht an.

Solarworld-Unternehmensanleihen auf Talfahrt

Ende September hatte Solarworld eigenen Angaben zufolge langfristige Schulden in Höhe von 1,04 Milliarden Euro. Darunter 543 Millionen Euro in Anleihen und 354,2 Millionen Euro in Schuldscheinen. Die von einem möglichen Schuldenschnitt betroffenen Anleihen gingen am Freitag auf Talfahrt. Die Papiere notierten an der Börse in Stuttgart nur noch bei rund einem Viertel ihres Nennwerts.

"Positive Fortführungsprognose"

Solarworld-Chef Frank Asbeck rechnet damit, dass Banken und Gläubiger einem Schuldenschnitt bei Deutschlands größtem Solaranlagen-Hersteller zustimmen. "Natürlich schaffen wir den Schuldenschnitt", sagte Asbeck. Schließlich hätten externe Sachverständige dem Unternehmen eine positive Fortführungsprognose gegeben, wenn die finanzwirtschaftliche Restrukturierung gelinge und notwendige Maßnahmen operativer Art umgesetzt würden.

Laut Wolfgang Hummel, Experte beim Zentrum für Solarmarktforschung, müssten die bereits begebenen Anleihen durch eine neue Anleihe refinanziert werden. "Dies ist weder angesichts des Marktumfelds noch aufgrund der dann nötigen höheren Verzinsung möglich", sagte er.

China ist Schuld

Konzernchef Asbeck macht Dumpingangebote aus China für die Krise des eigenen Unternehmens verantwortlich. Wenn die EU nach dem Vorbild der USA Anti-Dumping-Maßnahmen einleite, werde auch Solarworld wieder wettbewerbsfähig sein. Denn bei den Produktionskosten liege das Unternehmen schon heute auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern oder sei sogar günstiger.

Tief in den roten Zahlen

Solarworld war wegen des branchenweiten Preisverfalls im dritten Quartal 2012 tiefer in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Verlust von rund 69 Millionen Euro erlitten. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen deutlich sinkenden Umsatz sowie einen hohen operativen Verlust. Um gegenzusteuern, hatte Solarworld angekündigt, sein Sparprogramm auszuweiten. Die Jahreszahlen sollen am 21. März präsentiert werden.

Keine Massenentlassungen

Drastische personelle Einschnitte bei Solarworld schloss Asbeck, der auch größter Aktionär des Unternehmens ist, trotz der zugespitzten Lage aus. "Wir haben die wesentlichen Personalmaßnahmen in Deutschland abgeschlossen", sagte er.

Solarworld beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 3000 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Spanien, Frankreich, Südafrika, Asien und den USA. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn gehört nach eigenen Angaben weltweit zu den größten Solarkonzernen.

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