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Tonnenweise Seltene Erden in Sachsen gefunden


Seltene Erden  

Tonnenweise Seltene Erden in Sachsen

03.02.2013, 16:28 Uhr | AFP, t-online.de

Tonnenweise Seltene Erden in Sachsen gefunden. Seltene Erden in Sachsen: Ein Geologe der Deutschen Rohstoff AG untersucht in einem Bohrkernlager Proben von Bohrkernen aus DDR-Zeiten. (Quelle: dpa)

Seltene Erden in Sachsen: Proben von Bohrkernen aus DDR-Zeiten (Quelle: dpa)

Deutschland gilt als rohstoffarm. Doch schon seit den 80er-Jahren gibt es Vermutungen über ein großes Vorkommen an Seltenen Erden in Sachsen. Ein neues Gutachten hat jetzt die historischen Schätzungen aus DDR-Zeiten bestätigt und nährt die Hoffnung auf die Ausbeutung der einzigen bekannten Lagerstätte in Mitteleuropa. Die begehrten Metalle lagern tief unter der Erde von Storkwitz in Nordsachsen.

Reiner Schatz von über 20.000 Tonnen

Das Gutachten eines australischen Experten, dass die Seltenerden Storkwitz AG (SES ) in Auftrag gegeben hatte, bestätige eine Ressource von 4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem Seltenerd-Oxidgehalt von 0,45 Prozent. Dies entspricht einem Metallinhalt von 20.100 Tonnen der begehrten Elemente - im Wert von bis zu einer Milliarde Euro. Seltene Erden - dahinter verbergen sich 17 Elemente wie Lanthan, Europium und Yttrium - sind ein wichtiger Rohstoff für die Hightech-Industrie. China hält ein Beinahe-Monopol auf Seltene Erden, mehr als 90 Prozent der Weltproduktion stammen von dort.

Pilotproduktion könnte in zwei Jahren beginnen

SES-Vorstand Bernhard Giessel sagte, derzeit laufe eine Wirtschaftlichkeitsprüfung zur Ausbeutung der Lagerstätte in Storkwitz. Je nach Ausgang der Prüfungen könnte in zwei Jahren eine Pilotproduktion beginnen, dann seien noch einmal zwei Jahre zur Errichtung weiterer Infrastruktur nötig. "2017 könnte wirklich mit dem Abbau und der Produktion begonnen werden", sagte Giessel.

Weitere Vorkommen in der Tiefe vermutet

Das Vorkommen war schon in den 1970er-Jahren entdeckt worden, als in der DDR intensiv nach Uran gesucht wurde. Die historischen Berechnungen gingen von rund 40.000 Tonnen Seltene Erden im Boden unter Storkwitz aus. Die SES glaubt nach dem aktuellen Gutachten, dass man in größerer Tiefe bis 1200 Meter auf eine noch größere Menge stoßen könnte. Man hoffe, 80 000 Tonnen nachweisen zu können, sagte Giessel.

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