Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Börse & Märkte > News > Eigene >

EZB will keinen "Währungskrieg"


EZB will keinen "Währungskrieg"

11.02.2013, 11:33 Uhr | dpa, AFP

EZB will keinen "Währungskrieg". Diskussion um "Währungskrieg": EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen (Quelle: dapd)

Diskussion um "Währungskrieg": EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen (Quelle: dapd)

Ein möglicher "Währungskrieg" zwischen verschiedenen Ländern erregt weiter die Gemüter. Die Europäische Zentralbank (EZB) erklärte, sie werde sich daran nicht beteiligen. Wie ernst das Thema ist, zeigen aber Überlegungen der führenden Industrieländer G-7, vor einem solchen Abwertungswettlauf zu warnen.

Die Diskussion werde im Rahmen der G-7-Länder USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien und Japan geführt, meldete das "Wall Street Journal". Ziel einer solchen Erklärung sei es, Wechselkurse zu haben, die durch die "Marktkräfte" und nicht durch einseitige Währungsinterventionen bestimmt werden.

Streit um schwächeren Euro

Japan könnte eine solche Erklärung allerdings als Kritik an seiner eigenen Politik verstehen. Auch Frankreich hatte in der vergangenen Woche einen Vorstoß unternommen, um die EU zu einer Wechselkurspolitik gegen einen zu starken Euro zu bringen. Deutschland machte dagegen seinen Widerstand gegen eine solche Politik deutlich und verwies darauf, dass die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, statt die Währung geschwächt werden müsse. EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sagte dem "Handelsblatt": "Der Kern des Problems liegt im Land und nicht beim Wechselkurs."

Mahnung an Frankreich

Asmussen forderte zudem die französische Regierung auf, die Ziele bei der Haushaltskonsolidierung einzuhalten. "Es ist extrem wichtig, dass Frankreich in diesem Jahr seine Zusage erfüllt, das Defizit bei der Neuverschuldung unter drei Prozent zu senken", sagte Asmussen der Zeitung. Er vertraue darauf, dass die Regierung die notwendigen Maßnahmen dafür umsetze. Sollten Prognosen darauf hindeuten, dass der Zielwert verfehlt werde, sei es "im eigenen Interesse der Regierung in Paris zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen", sagte er. Europa habe Interesse an einem wirtschaftlich starken Frankreich.

Frankreich will die Stärke des Euro am Montag beim Finanzministertreffen der Eurozone in Brüssel ansprechen sowie am Freitag und Samstag beim G-20-Treffen in Moskau.

EZB für Wechselkursbildung am Markt

"Unsere Grundposition ist unverändert: Wir haben kein Wechselkursziel, Wechselkurse sollen marktbasiert sein", ergänzte Asmussen im "Handelsblatt". Den Notenbanken der USA und Japans wird vorgeworfen, ihre Währungen künstlich billig zu halten, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal