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Superjet: Russlands Luftfahrtamt zieht Flieger aus dem Verkehr


Russlands Luftfahrtamt zieht Superjet-Maschinen aus dem Verkehr

13.02.2013, 08:46 Uhr | dpa, dapd, t-online.de, dpa-AFX

Superjet: Russlands Luftfahrtamt zieht Flieger aus dem Verkehr. Der Superjet 100 hat Platz für bis zu 100 Passagiere (Quelle: dpa)

Der Superjet 100 hat Platz für bis zu 100 Passagiere (Quelle: dpa)

Neue Hiobsbotschaft für die russische Luftfahrt-Industrie: Nach mehreren Pannen haben die Behörden in Moskau vier Maschinen vom Typ Superjet 100 aus dem Verkehr gezogen. Bei Tests seien Probleme mit dem Fahrwerk und den Flügelklappen festgestellt worden, teilte das Luftfahrtamt der russischen Agentur Interfax zufolge mit.

Möglicherweise handele es sich um Konstruktionsfehler. Russlands größte Fluglinie Aeroflot müsse nun neue Flugtauglichkeitszertifikate für die vier Maschinen vorlegen. Die Nachweise würde die Airline aber bis Ende Februar vorlegen, kündigte Superjet-Hersteller Suchoi an.

Superjet 100: Hoffnungsträger für russische Luftfahrt

Der Superjet 100 ist die große Hoffnung der russischen Luftfahrtindustrie. Der auch mit westlicher Technik ausgestattete Superjet 100 ist das erste Passagierflugzeug, das in Russland seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 entwickelt wurde. Das Mittelstreckenflugzeug hat Platz für bis zu hundert Passagiere und kann Entfernungen zwischen 3200 und 4620 Kilometern zurücklegen.

Der Flieger wurde entwickelt, um dem brasilianischen Konzern Embraer und dem kanadischen Unternehmen Bombardier Konkurrenz zu machen. Das erste Modell hatte der Hersteller im April 2011 ausgeliefert.

Superjet lieferte Negativschlagzeilen

Bislang konnte der Superjet die hohen Erwartungen nicht erfüllen und fiel vor allem durch Negativschlagzeilen auf: Auf einem Demonstrationsflug in Indonesien, bei dem um mögliche Kunden geworben werden sollte, prallte im März 2012 ein Superjet 100 aufgrund eines Pilotenfehlers gegen einen Vulkan, 45 Insassen starben.

Auch zuletzt gab es mehrere Pannen: So wurde im September 2012 ein Flug von Astrachan nach Moskau wegen eines technischen Defekts abgesagt. Wenige Wochen später musste eine SSJ-100 in Nabereschnyje Tschelny notlanden. Die Wirtschaftszeitung "Kommersant" hatte vergangene Woche berichtet, dass allein 40 Prozent der bei der Flotte von Aeroflot registrierten Pannen auf das Konto des Superjets gingen.

Hersteller sieht keinen systematischen Fehler

Nach Angaben der Wirtschaftszeitung hat der Hersteller bisher 174 Bestellungen für den SSJ-100. Demnach geht die Firma auch nicht von systematischen Fehlern aus. Es handele sich vielmehr um Mängel, wie sie im Anfangsstadium vorkommen könnten.

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