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Magazin: 80 Millionen Bonus für einen Deutsche-Bank-Investmentbanker

Magazin: 80 Millionen Bonus für einen Deutsche-Bank-Investmentbanker

13.02.2013, 17:31 Uhr | dpa

Magazin: 80 Millionen Bonus für einen Deutsche-Bank-Investmentbanker. Deutsche-Bank-Chefs Fitschen und Jain: Immer wieder schlechte Nachrichten aus der Vergangenheit (Quelle: dapd)

Deutsche-Bank-Chefs Fitschen und Jain: Immer wieder schlechte Nachrichten aus der Vergangenheit (Quelle: dapd)

Die Deutsche Bank hat nach Informationen des "Stern" im Jahr 2009 dem französischen Investmentbanker Christian Bittar 80 Millionen Euro Bonus genehmigt. Wie das Hamburger Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sollte mit dieser Summe der Zinsspekulant für das Jahr 2008 belohnt werden. Gegen Bitter wird inzwischen wegen der Manipulation des Referenzzinses Libor ermittelt - zudem hat ihn das Institut 2011 entlassen. Die Bank behielt daraufhin nach früheren Informationen mehrerer Medien 40 Millionen Euro der Rekordsumme ein.

Deutsche Bank entlässt Mitarbeiter

Ein Sprecher des Konzerns wollte sich nicht zu dem konkreten Fall äußern. Er bekräftigte: "Nachdem die Bank festgestellt hat, dass sich eine bestimmte Zahl von Mitarbeitern unangemessen verhalten hatte, hat sie diese Mitarbeiter suspendiert oder entlassen und verfallbare Vergütungskomponenten einbehalten. Dies wird auch weiterhin der Fall sein, während wir die Untersuchung zu Ende führen."

Im Zusammenhang mit den Tricksereien hat die Deutsche Bank bislang sieben Mitarbeiter entlassen oder suspendiert. Bei der britischen Großbank Barclays kostete der Skandal Vorstandschef Bob Diamond den Job. Die Schweizer Großbank UBS zahlte im Dezember fast 1,2 Milliarden Euro Bußgeld, die verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) einigte sich mit den Behörden auf 612 Millionen US-Dollar (454 Millionen Euro) Strafe.

Vertragliche Formel garantierte Millionen

Der extrem hohe Bonusanspruch des inzwischen gefeuerten Deutsche-Bank-Mitarbeiters ergab sich laut "Stern" aus einer vertraglichen Formel, nach der dem Mann ein fixer Prozentsatz der von ihm erzielten Spekulationsgewinne zustand. Der seit Juni 2012 amtierende Co-Chef Anshu Jain hatte im Januar 2013 erklärt, derartige Vergütungsmodelle gebe es bei dem DAX-Konzern seit der Finanzkrise nicht mehr.

Zum Vergleich: Der frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bekam in seinen besten Zeiten rund 14 Millionen Euro - Festgehalt plus Bonus. Für das Krisenjahr 2008 hatten Ackermann und seine Vorstandskollegen auf Boni in Millionenhöhe verzichtet.

Manipulationen über Jahre

Die "London Interbank Offered Rate" (Libor) gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen. Der Zins dient als Maßstab für Geldgeschäfte in Billionenhöhe. Großbanken sollen den Zinssatz über Jahre manipuliert haben, um höhere Gewinne einzustreichen. Bei der Deutschen Bank läuft sowohl eine interne Prüfung als auch eine Sonderprüfung der Finanzaufsicht Bafin zu dem Fall.

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